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APA-Artikel 31. März 2014

Stöger: Gesundheitsversorgung gemeinsam zukunftsfähig machen

Heute startet der Dialog zwischen den VertreterInnen der Gesundheitsberufe sowie von Bund, Ländern und Sozialversicherung zur Neugestaltung der Primärversorgung in Österreich. Gesundheitsminister Alois Stöger hat aus diesem Anlass bei einer Pressekonferenz betont: "Gesundheitsversorgung neu zu denken heißt, sie an die veränderten Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen und am Puls der Zeit zu bleiben." Die Bundesgesundheitskonferenz erarbeitet zu diesem Zweck bis Ende Juni Eckpfeiler für die weitere Vorgehensweise in Richtung einer modernen, patientenorientierten Primärversorgung, also der gesundheitlichen Grundversorgung.

"Eine besondere Herausforderung für das Gesundheitssystem liegt im demographischen Wandel, den neuen Lebensrealitäten der Menschen, die sich zum Beispiel durch neue Anforderungen der Arbeitswelt ergeben", sagte der Minister. "Auf Basis der Gesundheitsreform ist es uns möglich, diese Herausforderungen gemeinsam zu lösen, das Gesundheitssystem weiterzuentwickeln und es zukunftsfähig zu machen. Nicht mehr die Institution, sondern der Patient steht im Mittelpunkt der Versorgungsprozesse", sagte Stöger. Eine neugestaltete Primärversorgung müsse jedenfalls modern, z.B. durch die Elektronische Gesundheitsakte, transparent in der Abstimmung der Behandlungsprozesse sowie von hoher Qualität sein.

Im Zentrum stehe die Frage, was die Patientin und der Patient etwa im Jahr 2030 brauchen wird. Das Hin- und Herschicken der Patienten zwischen ÄrztInnen oder Arzt und Ambulanz soll Geschichte sein, die Menschen müssen wissen, an wen sie sich am besten mit welchen Problemen wenden können, Wartezeiten sollen reduziert werden. PatientInnen sollen darüber hinaus die Möglichkeit haben, rund um die Uhr über verschiedene Kommunikationskanäle von Gesundheitsdiensteanbietern informiert zu werden. Entscheidend für eine neue Primärversorgung seien Netzwerke, in denen verschiedene Gesundheitsberufe in neuen Kooperationsformen zusammenarbeiten und die die PatientInnen im Gesundheitssystem leiten. Der Fokus liege dabei auf dem Miteinander, denn, so Stöger, es gebe ja bereits viele Anlaufstellen, die aber häufig nicht miteinander vernetzt seien.

Minister Stöger betonte, dass das österreichische Gesundheitssystem sehr gut sei und auch in den Jahren der Krise keine Sparpolitik betrieben wurde, sondern im Gegenteil Gesundheitsleistungen sogar ausgebaut wurden, um den Menschen Sicherheit zu bieten. Der Minister dankte allen Beteiligten für die Zusammenarbeit und ist "zutiefst davon überzeugt, dass das Gesundheitssystem langfristig seinen hohen Wert behalten wird, wenn wir jetzt alle gemeinsam in die Zukunft denken".

Bis Ende Juni sollen die Eckpfeiler einer neuen Primärversorgung stehen, auf deren Grundlage Pilotprojekte eingeleitet und laufend evaluiert werden.

apa.at

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