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APA-Artikel 27. März 2014

FP-Huber präsentiert freiheitliches Gesundheitspaket

St. Pölten (OTS) - "Sämtliche Gesundheitsreformen bisher waren maximal Reförmchen, wenn überhaupt", so der freiheitliche Gesundheitssprecher LAbg. Martin Huber. Die Vernachlässigung vieler Gesundheitsbereiche führe zu einer fatalen Entwicklung des gesamten Gesundheitssystems. Beispielsweise warne die Ärztekammer seit Jahren vor einem Aussterben der Landärzte. Bis zu 70 Arbeitsstunden pro Woche, jede zweite Nacht Bereitschaftsdienst und Tausende Kilometer im Jahr, die zurückgelegt werden müssten, würden nicht gerade dazu beitragen, den Beruf des Landarztes zu attraktivieren. "Umso wichtiger ist es, diese Benachteiligungen auszugleichen und den Beruf des Landarztes wieder erstrebenswert zu machen", so Huber.

Eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige medizinische Versorgung müsse auch in Zukunft sichergestellt sein. "Besonders für Mütter mit kleinen Kindern bzw. ältere Menschen sind Landarztpraxen wichtig, um sich dadurch lange und beschwerliche Anfahrtswege zu ersparen", ist Huber überzeugt. Durch ein umfassendes Maßnahmen- und Förderprogramm müssten Arbeitsbedingungen als auch Einkommenssituationen für Landärzte verbessert werden, um den Arztberuf im ländlichen Raum aufzuwerten. Nicht, wie es derzeit Usus ist, den Ärzten auch noch die Lizenz für ihre letzte zusätzliche Einkommensquelle, den Hausapotheken, zu entziehen", so Huber.

Ein weiterer Punkt des freiheitlichen Gesundheitspakets sehe eine garantierte 12 monatige Lehrpraxisausbildung für Turnusärzte vor. "Die derzeitige Regelung den zumindest 3 Jahre dauernden Turnusdienst in Krankenanstalten zu absolvieren, hat dazu geführt, dass viele Ärzte nach Abschluss ihrer Ausbildung zur weiterführenden Facharztausbildung im Krankenhaus verbleiben. Ein Umstand der ebenso dazu beiträgt, dass es immer weniger Landärzte gibt. Darüber hinaus könnte eine Lehrpraxisausbildung dazu beitragen, den hausärztlichen Alltag besser kennen zu lernen und sich somit auch mit einer eigenen Praxis am Land anzufreunden", ist der freiheitliche Mandatar überzeugt.

Schlussendlich könne auch noch durch Schaffung eines Landesstipendiums für Studenten der Humanmedizin, die sich bereit erklären, nach Abschluss ihres Studiums in Niederösterreich zu verweilen, ein weiterer Anreiz geboten werden. "Die derzeitige Prognose ist äußerst düster, in den nächsten zehn Jahren werden rund 45 Prozent aller Allgemeinmediziner in Pension gehen. Es ist somit höchst an der Zeit, den derzeitigen Trend zu stoppen und alle politischen Voraussetzungen zu schaffen, auch in Zukunft eine flächendeckende medizinische Versorgung aller Bürger gewährleisten zu können", so Huber abschließend.

apa.at

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