zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 24. März 2014

Ärztekammer begrüßt Debatte über Arbeitszeitenrichtlinien in Spitälern

Die Ärztekammer begrüßt die aktuell aufgeflammte Diskussion über zu lange Arbeitszeiten in den Spitälern. "Es wäre dringend notwendig, Maßnahmen zu setzen, um die enormen Arbeitsbelastungen zu reduzieren", erklärt Hermann Leitner, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien. Vor allem die maximalen Arbeitszeiten während überlanger Dienste von bis zu 49 Stunden am Stück seien "ein echtes Problem".

Laut EU-Arbeitszeitrichtlinie darf die maximale durchschnittliche Arbeitszeit von Spitalsärzten 48 Stunden pro Woche nicht überschreiten. "In Österreich sind wir davon aber weit entfernt", so Leitner. "Je nach Betriebsvereinbarung sind sogar bis zu 49 Stunden am Stück und 72 Stunden pro Woche möglich." In erster Linie sei es ein Problem genau dieser überlangen Dienste an Wochenenden, die dann zwingend ein Überschreiten der Wochenarbeitszeit zur Folge hätten.

Hier müsse angesetzt werden. "Ohne eine deutliche Reduzierung der Dienstlängen ist es unmöglich, die Wochenarbeitszeit zu reduzieren", erklärt Leitner. Abgesehen von arbeitsrechtlichen Problemen bedeuten überlange Dienste unzumutbare Belastungen für die Ärztinnen und Ärzte. Dass es unter solchen Voraussetzungen auch zu negativen Folgen hinsichtlich der Behandlungsqualität und damit zu einer Schlechterstellung für die Patientinnen und Patienten kommen könne, versteht sich dabei von selbst. Leitner: "Ich erwarte mir jetzt ein rasches Handeln der Regierung, um die derzeitige Situation nachhaltig zu verbessern."

 

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben