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APA-Artikel 21. März 2014

LHStv.in Prettner zu Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz: Mehr Ärztinnen und Ärzte statt hoher Wochenstunden

Deutlich mehr Medizinstudienplätze und eine grundlegende Änderung des Aufnahmeverfahrens zum Medizinstudium forderte heute, Freitag, Kärntens Gesundheits- und Krankenanstaltenreferentin LHStv.in Beate Prettner. Damit solle den Auswirkungen einer drohenden EU-rechtlichen Unzulässigkeit des österreichischen Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes gegengesteuert werden. "Wir werden abrupt mehr Ärztinnen und Ärzte brauchen, wenn wir die EU-Richtlinie betreffend der Arbeitszeit in den Spitälern umsetzen müssen", warnte Prettner. Medizinerinnen und Mediziner in österreichischen Spitälern sind oft 72 und mehr Stunden pro Woche im Dienst, die EU-Arbeitszeitrichtlinie erlaubt aber nur 48 Stunden.

Die Medizinstudienplätze sollten daher laut Prettner im Idealfall um 50 Prozent bzw. um mindestens ein Drittel erhöht werden. Außerdem fordert sie, dass beim Aufnahmeverfahren schulische Leistungen berücksichtigt werden. Ebenso sollten vermehrt Schwerpunkte auf den Bereich der sozialen Kompetenz und Vortätigkeiten im Gesundheitswesen gelegt werden, wie beispielsweise Zivildienst oder Mitarbeit bei Rettungsorganisationen. "Viele Medizinstudierende wandern bereits wegen des dort geltenden Numerus clausus nach Deutschland ab. Die Problematik um das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz macht es jetzt umso wichtiger, unseren jungen Medizinerinnen und Medizinern Möglichkeiten und Perspektiven in der Heimat zu bieten", so Prettner.

apa.at

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