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APA-Artikel 21. März 2014

Kieferorthopäden bedauern vergebene Chance

Von einer doppelt vergebenen Chance spricht der Verband Österreichischer Kieferorthopäden in Reaktion auf die gestrige Sitzung des Gesundheitsausschusses im Parlament: "Die Regierungsparteien haben es verabsäumt, das Gesetz zur Gratis-Zahnspange im Sinne der Behandlungsqualität abzusichern", erklärte der Präsident des Verbandes Österreichischer Kieferorthopäden, DDr. Martin Brock. Noch unerklärlicher ist ihm aber, dass ein Entschließungsantrag zur Einführung des Fachzahnarztes für Kieferorthopädie in Österreich keine Mehrheit fand. "Damit bleibt Österreich neben Spanien das einzige Land in der EU, in dem es keinen Fachzahnarzt für Kieferorthopädie gibt", kritisierte Brock.

Die dreijährige Ausbildung zum Fachzahnarzt werde in Österreich zwar als Zusatzausbildung zum Zahnärzte-Studium angeboten. "Die Absolventen dürfen den Titel in Österreich aber nicht führen", erläuterte Brock. Den Patienten wäre es damit so gut wie unmöglich, die nach internationalen Kriterien ausgebildeten Spezialisten als solche zu erkennen.

Brock kündigte an, weiterhin um mehr Klarheit für die Patienten zu kämpfen. "Wir werden in Gesprächen mit Zahnärztekammer, Sozialversicherung und Politik verstärkt auf die Einführung des Fachzahnarztes für Kieferorthopädie drängen."

Über den Verband Österreichischer Kieferorthopäden Der Verband Österreichischer Kieferorthopäden (VÖK) bemüht sich seit seiner Gründung im Jahr 1998, durch Qualitätsprüfungen und Fortbildungen sicher zu stellen, dass auch in Österreich hochqualifizierte kieferorthopädische Behandlungen nach dem Stand der Wissenschaft durchgeführt werden. Der VÖK vereint aktuell rund 270 Mitglieder aus allen Bundesländern. Der VÖK im Internet: www.voek.info

apa.at

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