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APA-Artikel 14. März 2014

Apotheker aktiv im Einsatz gegen Arzneimittelfälschungen

Um Arzneimittelfälschungen verstärkt Einhalt zu bieten engagiert sich die österreichische Apothekerschaft auch auf europäischer Ebene aktiv für das Thema Arzneimittelsicherheit. Die von der EU verabschiedete Fälschungsrichtlinie soll die Einfuhr, die Herstellung und den Vertrieb von gefälschten Arzneimitteln in der EU verhindern. Dabei liegt der Fokus allein auf dem Schutz der Konsumenten.

Dazu Mag.pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident der Österreichischen Apothekerkammer direkt aus Brüssel, wo aktuell die Generalversammlung der PGEU stattfindet: "Obwohl wir in den österreichischen Apotheken noch keine einzige Fälschung hatten, arbeiten wir aufgrund der weltweiten Zunahme der Medikamentenfälschungen aktiv an der Umsetzung der Fälschungsrichtlinie mit."

Fast ein Viertel der von den europäischen Fahndern in Summe sichergestellten Waren sind gefälschte Medikamente. Und auch hierzulande werden Tag für Tag Medikamentenfälschungen von Zollbeamten aus dem Verkehr gezogen. Im Jahr 2012 wurden allein Österreich knapp 32.000 illegal eingeführte Medikamente beschlagnahmt. Für den Kunden selbst ist eine Fälschung oft nicht von einem Original zu unterscheiden.

Gefälschte Arzneimittel sind ein Risiko für die Gesundheit. Bis dato ist dieses Risiko vor allem vom Internetversandhandel ausgegangen. Da nun laut Medienberichten auch ein Arzt und eine Ordination betroffen sind, erhält das Thema Arzneimittelsicherheit eine neue Dimension. Medikamente gehören in die Hände von Apothekerinnen und Apothekern. Jede der 1.340 Apotheken in Österreich hat durchschnittlich rund 19.200 Arzneimittelpackungen auf Lager. Dank der hohen Sicherheitsstandards und der präzise kontrollierten Logistik ist in den Apotheken noch nie eine Fälschung aufgetreten. Die Apothekerkammer engagiert sich seit Jahren für mehr Information und Aufklärung zu den Risiken von Medikamentenfälschungen, die über dubiose Vertriebskanäle bis nach Österreich kommen.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Das österreichische Apothekensystem zeichnet sich durch eine sehr strenge und effiziente Arzneimittelkontrolle aus. Diese bietet den Patienten/Kunden die allergrößte Sicherheit. Die streng kontrollierte Abgabe und Beschaffung von Medikamenten durch Apotheken in Österreich verhindert, dass Fälschungen in den Arzneimittelverkehr gelangen. Insgesamt beraten 5.800 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.340 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker. Zusätzlich erbringen über 350 Apothekerinnen und Apotheker wertvolle Versorgungs- und Beratungsleistungen für die Patienten in den österreichischen Krankenanstalten.

Unter dem Motto "auf der sicheren Seite" (www.auf-der-sicheren-Seite.at) werden die gesundheitlichen Gefahren von gefälschten Medikamenten thematisiert.

apa.at

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