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APA-Artikel 13. März 2014

Präventionslandkarte: Fast 400 Projekte eingemeldet

Gemeinsam mit anderen Institutionen der heimischen Gesundheitswelt hat die AUVA 2013 das Projekt "Präventions-Charta Österreich" ins Leben gerufen, mit dem Ziel, alle österreichischen Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu erfassen und deren Status zu erheben. "Das ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen und einer gemeinsamen Gesamtstrategie in der Prävention und Gesundheitsförderung", sagt die Obfrau der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, Renate Römer, im Rahmen einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Unterstützt wird sie dabei unter anderem vom KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), das die Erstellung der Präventionslandkarte aktiv unterstützt: "Die Präventionslandkarte stellt einen Meilenstein in der Präventionsarbeit für Österreich dar. Präventionsarbeit ist ein integrativer Prozess, daher kann durch eine Abstimmung der Aktivitäten ein deutlicher Mehrwert erreicht werden. Die Präventionslandkarte hilft, unsere Kräfte zu bündeln, um Präventionsarbeit in Zukunft noch effizienter zu gestalten. Denn der Schlüssel zu mehr Gesundheit in Österreich liegt in der zielgerichteten Prävention", erläutert Dr. Thann, Direktor des KFV.

"Wir haben mit unserem Projekt, das wir während der Gesundheitsgespräche in Alpbach 2013 gestartet haben, von allen Beteiligten ein gutes Feedback erhalten", sagt der Generaldirektor der AUVA, Peter Vavken. "Die Ist-Stand-Analyse, die wir jetzt durchführen, ist die Basis für eine weitere Vorgehensweise. So etwas ist einmalig im deutschen Sprachraum. Die Präventionslandkarte wird in weiterer Folge als wichtiger Beitrag zur Gesundheitsreform dem Gesundheitsministerium zur Verfügung gestellt", so Peter Vavken.

Fast 400 Projekte bisher

Seit November 2013 läuft die Erfassung, bis jetzt wurden 389 Projekte eingemeldet. Die Projekte kommen aus allen vier Bereichen: 201 Projekte aus der Gesundheitsförderung, 294 Projekte aus der Primär-Prävention, 71 Projekte aus der Sekundär-Prävention, 26 Projekte aus der Tertiär-Prävention (163 Projekte können mehreren Kategorien zugeordnet werden).

Die Projekte werden in folgende Themenbereiche unterteilt:

Pflege (7) Ernährung (9) Sucht (13) Gesundheit (23) Untersuchung (30) Verkehr (43) Bewegung (75) Wissensvermittlung (94) Arbeitsleben (95)

Insgesamt 156 Projekte sind über das gesamte Bundesgebiet gespannt, der Rest wird in den einzelnen Bundesländern durchgeführt. Mit 59 hat Wien die meisten Projekte eingemeldet.

Die Sammlung aller Projekte wird noch bis zum Sommer weiterlaufen. "Dann haben wir einen guten Überblick, wo überall im Land Prävention gemacht wird", so AUVA-Obfrau Renate Römer. Im Rahmen der Gesundheitsgespräche von Alpbach soll dann eine vorläufige Endversion der Präventionslandkarte präsentiert werden. Dort sollen auch Best-Practice Beispiele definiert werden.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,8 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 0,5 Millionen Selbständige sowie 1,5 Millionen SchülerInnen und Studierende. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA, denn die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

apa.at

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