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APA-Artikel 11. März 2014

Apothekerkammer OÖ treibt Prävention weiter voran

Prävention ist derzeit in aller Munde. Die Oberösterreichische Apothekerkammer setzt sich schon seit geraumer Zeit intensiv mit dem Thema Prävention auseinander und hat dazu bereits Projekte in Oberösterreich umgesetzt. Diese Initiativen zum Disease Management Programm (DMP) "Therapie aktiv", zur "Integrierten Betreuung von Patienten mit Diabetes Typ II" sowie zur Früherkennung von Augenerkrankungen, wurden im Rahmen der "Präventions-Charta Österreich" in die Präventionslandkarte eingemeldet.

Im Rahmen einer Veranstaltung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) wurde vergangenen Mittwoch in Wien ein Zwischenstand der wichtigsten Erkenntnisse im Hinblick auf die Präventionslandkarte Österreich präsentiert. Seit November 2013 wurden dafür 310 gesundheitsfördernde Projekte gemeldet. Ziel ist es, die Koordination im Bereich der Gesundheitsvorsorge zu erleichtern. KommR Renate Römer, Obfrau der AUVA klärte darüber auf, dass es außerdem Intention ist festzustellen, wo es Doppelgleisigkeiten gibt oder wo noch weiße Flecken in der Präventionslandschaft erkennbar sind. Mag. Dr. Hans Jörg Schelling, Vorsitzender des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, sprach sich für die Zusammenarbeit aller Institutionen aus. Die Zeiten, in denen alle Institutionen alleine an Lösungen arbeiten seien vorbei - jetzt und heute stehe das Miteinander bei Präventionsthemen im Vordergrund. Auch Dr. Erwin Rebhandl, AM PLUS, erklärte, dass alle Gesundheitsberufe zusammenarbeiten müssen, um den Menschen zu verdeutlichen, dass sie durch das eigene Verhalten ihren Gesundheitszustand mitbestimmen können.

Einmeldung von drei Projekten der Apothekerkammer OÖ

Die Oberösterreichische Apothekerkammer treibt Prävention weiter voran und setzt sich intensiv mit Präventionsthemen auseinander. Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich, begrüßt die Initiative der AUVA und sieht diese auch als Bestätigung in der von ihr selbst seit Jahren propagierten großen Bedeutung von Präventionsthemen. Die Apothekerkammer OÖ setzt schon seit geraumer Zeit Präventionsprojekte um, die nun auch in die Präventionslandkarte eingemeldet wurden: Das Pilotprojekt zum DMP "Therapie aktiv", das DMP "Integrierte Betreuung von Patienten mit Diabetes Typ II" sowie ein Projekt zur Früherkennung von Augenerkrankungen. "Im Sommer 2012 startete die OÖ Apothekerkammer mit dem Pilotprojekt zum Disease Management Programm "Therapie Aktiv". Dieses umfasst standardisierte Leistungen für Diabetiker, regelmäßige Kontrollen und definierte Betreuungs- und Schulungsmaßnahmen. Durch "Therapie Aktiv" können Oberösterreicher ihr Diabetes-Risiko einfach und schnell direkt in der Apotheke abklären lassen. "Mittels so genannter FINDRISK-Fragebögen werden bisher noch nicht diagnostizierte Personen mit Diabetes-Risiko herausgefiltert und bei entsprechendem Ergebnis an den Arzt zur weiteren Abklärung verwiesen", erläutert Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr. Für noch mehr Information zu Diabetes und den damit einhergehenden Risiken veranstaltet die OÖ Apothekerkammer gemeinsam mit Am Plus, dem Land OÖ und dem ORF OÖ jährlich den Aktionstag Diabetes, der heuer am 24. September 2014 in Linz stattfindet. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer begrüßt die Initiative der Apothekerkammer OÖ und betont die große Bedeutung der Früherkennung von Diabetes mellitus Typ II, um schwerwiegende Folgeerkrankungen zu verhindern.

Förderung der Compliance und der Mitarbeit an Disease-Management-Projekten

Bei der Förderung der Compliance sowie der Mitarbeit an Disease-Management Projekten können Apotheker ihre Patienten unterstützen. "Patienten müssen im Sinne der Gesundheitskompetenz und Eigenverantwortung dringend gefördert und geschult werden, sodass sie sich intensiver um ihre Gesundheit kümmern können. Es bedarf hier einer Führung der Gesunden wie auch der Kranken. Apotheker übernehmen dabei eine Lotsenfunktion für den Patienten", so Mag.pharm. Monika Aichberger, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich. "Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger liegt dem Land Oberösterreich besonders am Herzen. So sind Prävention und Gesundheitsförderung ein wichtiges Anliegen unserer Politik. Es ist immer besser die Gesundheit zu erhalten als bereits entstandene Krankheiten im Nachhinein zu heilen. Jeder Einzelne hat es in der Hand, durch sein Verhalten, auf die eigene Gesundheit zu achten", so Dr. Pühringer.

apa.at

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