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APA-Artikel 7. März 2014

OÖGKK fordert Ärztekammer (ÄK) zur Fortführung des Dialogs auf

Die OÖ Gebietskrankenkasse ist schwer irritiert über den aktuellen Versuch einzelner Ärzte-Vertreter, das in den vergangenen Jahren aufgebaute Klima des Vertrauens und der Zusammenarbeit leichtfertig zu verlassen. Die OÖGKK fordert die Ärzte daher sehr deutlich auf, an den Gesprächstisch zurückzukommen.

OÖGKK-Direktorin Mag. Dr. Andrea Wesenauer fasst die angespannte Situation recht offen zusammen: "Niemand kann ein Interesse daran haben, dass sich Kassen und Ärzte anstelle von konstruktiven Verhandlungen gegenseitig Forderungen und Vorwürfe über die Medien ausrichten. Die ersten, die unter den Irritationen und der Verunsicherung leiden, sind wir Versicherten - ganz besonders die Patienten unter uns."

ÄK rennt offene Türen ein, aber: Probleme nicht OÖGKK "umbinden"

Wenn es um die Verbesserung und die Weiterentwicklung der hausärztlichen Versorgung geht, rennen die ärztlichen Interessenvertreter bei der OÖGKK offene Türen ein - und selbstverständlich gibt es Themen, die beide Partner derzeit vor Herausforderungen stellen. Aber: Die Frage des Ärztenachwuchses auf eine Einkommensfrage zu verkürzen, wie es ein Ärztevertreter aktuell tut, ist mindestens ebenso unseriös, wie aus einer (!) unbesetzten Stelle von über 1.000 Vertragsstellen eine Krise abzuleiten. Und auch die Ärztekammer wird in einigen wichtigen Themen ihre unbewegliche Haltung aufgeben müssen, will man den Jungärzten attraktive Berufsmodelle im niedergelassenen Bereich anbieten.

Bisherige Zusammenarbeit beweist Partnerschaft und Dialog

Dass Ärztekammer und OÖGKK sich im Sinne der zu versorgenden Menschen immer wieder freundschaftlich zusammenfinden, haben beide Partner bisher stets unter Beweis gestellt. So wird der Gesamtvertrag jährlich von der Ärztekammer mit der OÖGKK verhandelt und von den Spitzen unterschrieben. Im aktuellen Vertrag für Oberösterreich liegt das erzielte Honorar für die Ärzte besser als im Bundesdurchschnitt. Das zugrundeliegende Klima der offenen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit war - zumindest bis 6. März - auch und besonders von Ärzteseite unbestritten und beinahe schon ein Synonym für den OÖ Erfolgsweg in der Gesundheitsversorgung. Es wurde, einzigartig in Österreich und ein Vorbild für die Gesundheitsreform, eine gemeinsame Ziele-Charta ausgearbeitet. In dieser geht es um sehr viele gemeinsame Zukunftsinteressen - vor allem um die Attraktivierung des Berufs als Niedergelassener Arzt.

Nicht zuletzt hat die OÖGKK auch bei den Verhandlungen zur Gesundheitsreform auf Bundesebene immer massiv auf eine rechtzeitige Einbindung der Gesundheitsberufe, insbesondere der Ärztekammer, in die Ausarbeitungen und Umsetzung wichtiger Zukunftsthemen gedrängt.

apa.at

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