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APA-Artikel 6. März 2014

Unispital Zürich mit deutlich mehr Umsatz und ambulanten Patienten

Das Universitätsspital Zürich (USZ) hat 2013 einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaftet als im Vorjahr. Dazu beigetragen haben Kostensenkungen, ein kräftiger Anstieg der ambulanten Behandlungen sowie die Auflösung von Rückstellungen aus dem Vorjahr.

Das Spital behandelte 36'941 stationäre Patienten. Der Anstieg um 1,3 Prozent sei im Vergleich zum Vorjahr eher moderat ausgefallen, heisst es in einer Mitteilung des USZ vom Donnerstag. Dafür stieg die Nachfrage nach ambulanten Behandlungen stark an - um 3,8 Prozent auf 530'386. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 6,8 Tagen praktisch unverändert.

Der Betriebsertrag erhöhte sich um 3,6 Prozent oder 40,2 Millionen Franken auf 1,16 Milliarden Franken. Im stationären Bereich stieg der Ertrag dank mehr zusatzversicherter Patienten um 1,6 Prozent auf 727,4 Millionen Franken. Im ambulanten Bereich verzeichnete das USZ ein Wachstum von 13,3 Millionen Franken (+5,4 Prozent).

Unter dem Strich blieb dem USZ ein Gewinn von 21,6 Millionen Franken. 14 Millionen Franken wurden durch die Auflösung von Rückstellungen und geringere Zinskosten erzielt. 2013 hatte das Spital einen Gewinn von 1,2 Millionen Franken ausgewiesen.

Weniger rasch als erhofft entwickelt hat sich aus Sicht des USZ die Einführung der neuen Fallpauschalen. Die komplexen Fälle seien im SwissDRG-Fallpauschalensystem noch nicht differenziert genug dargestellt, heisst es in der Mitteilung.

Realisiert hat das USZ 2013 mehrere medizinische Innovationen. Sie reichen etwa von einer neuen Technik zur Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit) und Altersdiabetes über einen neuen Therapieansatz zur Frühbehandlung der Multiplen Sklerose bis hin zur schweizweit erstmaligen Erstimplantation eines "Multipoint Pacing"-Schrittmachers bei einem Patienten mit schwerer Herzschwäche.

Weltweit erstmals wurde am USZ im vergangenen Jahr die HOPE-Methode angewandt, mit der mehr Organe als bisher für die Lebertransplantation verwendet werden können.

Investiert hat das USZ auch in die Medizintechnik. So verfügt es als eine der ersten Institutionen weltweit über einen PET/MR-Scanner für die Bildgebung in den Bereichen Onkologie, Neurologie und Herzdiagnostik. Zudem wurde ein High-End-Tomograph in Betrieb genommen, der mit deutlich weniger Kontrastmittel auskommt und die Strahlendosis stark reduziert.

Erfolgreich war das Spital bei der Rekrutierung von Organspenden. Über das Organspende-Netzwerk Zürich konnte die Anzahl Organspenden letztes Jahr um 26 Prozent auf 24 Organe erhöht werden.

apa.at

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