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APA-Artikel 6. März 2014

Niederösterreichische Gebietskrankenkasse: Generation50plus - Auftakt zum Maßnahmenpaket

In einer feierlichen Auftaktveranstaltung am 06. März 2014 präsentierte die NÖGKK gemeinsam mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger im Schloss Katzelsdorf/Leitha die Schwerpunkte der G50-Maßnahmen in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention in Niederösterreich.

Die Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsförderung (ARGEF) hat moderne und innovative Interventionen für die Bereiche Bewegung, Sportmotorik, gesundes Kochen, Kommunikation, Spiel, Sturzprophylaxe, psychomotorische und sozialpsychische Handlungsfelder sowie Migration ausgearbeitet, die von Univ. Prof. Dr. Michael Kolb (Bewegung/Sportmotorik, Universität Wien) sowie von Mag. Ariane Hitthaller (Ernährungswissenschaft) evaluiert werden. Partner aus Sport, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden sowie Bildungsinstitutionen unterstützen die Maßnahmen.

Jan Pazourek (GD NÖGKK), Mag. Viktoria Felmer (Geragogin / Berufsverband der österreichischen GeragogInnen) und Mag. Petra Ruso (GF ARGEF) standen für Fragen der Presse bereit und erörterten in einer Podiumsdiskussion die Chancen einer modernen Gesundheitsförderung in Österreich.

Eine G50 Gruppe des ATV Wr. Neustadt unter der Leitung von Adi Mayer präsentierte einen gemeinschaftlichen Bewegungsact, spielerische Gleichgewichts-Stationen luden zu einem ersten Ausprobieren ein. Abgerundet wurde der Event durch ein gesundes Buffet von regionalen Anbietern. "WunderbarMusik" mit Tom Schwarzmann begleitete mit Swing die Generation50+. Durch das Programm führte John Herzog.

 GD Mag. Jan Pazourek:

Die Ausgangslage

"Die NöGKK hat ein 5-Jahres-Programm im Sinne der Gesundheitsförderung für ältere Menschen unter wissenschaftlichen Aspekten erarbeitet. Dafür ist ein Budget von 17.000.000 Euro eingerichtet worden, das sich damit im europäischen Vergleich im Spitzenfeld darstellt.

Es geht aber nicht nur um pekuniäre Belange oder Einsparungsmöglichkeiten, sondern in erster Linie um die soziale Verantwortung des Sozialversicherungsträgers NÖGKK gegenüber seinen Versicherten und um gesundheitsfördernde Aktivitäten im Sinne der Selbstbestimmung und eines gesunden Alterns. Damit steigt die Lebensqualität.

Bewegung und Gesundheit ist expliziert Thema für die ältere Generation: Es gibt keinen Lebensabschnitt, indem Bewegung, Ernährung und mentale Gesundheit keine Rolle mehr spielen. Wir sind froh, dass wir die Aktion G50 starten können, nicht nur in der Zentralregion St.Pölten, sondern niederösterreichweit in den Gemeinden."

Zielsetzung

"Es wird darauf ankommen, wie wir es als Gesellschaft schaffen, in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Gesundheit in das höhere Alter hineinzuwandern. Wir haben das Potential, nicht nur leidend und passiv, sondern aktiv gesund und selbstbestimmt alt zu werden."

Mag. Petra Ruso:

"Die Babyboomer Generation ist sehr entscheidungsfreudig, aber auch kritisch und anspruchsvoll. Umso schwieriger war es für uns, ein Programm zu entwickeln, das sich gleichermaßen an 50+, 60+, 70+ richtet. Wir haben innovative, dynamische Projekte geschaffen, die nach erfolgter Zwischenevaluierung auf Akzeptanz gestoßen sind. Das birgt die Kraft in sich, weiterzuarbeiten und mit voller Energie die Generation 50plus zum Handeln einzuladen."

Mag. Viktoria Felmer:

"Menschen von 50 - 100 Jahren altern nicht nur physiologisch sondern auch psychologisch. Kalendarisches Alter sagt im Grunde überhaupt nichts aus.

Aktives Altern bedeutet, auf die Interessen, Bedürfnisse und Neigungen der Menschen verstärkt einzugehen. Indiziert ist ein Mix-Angebot von persönlichem Abholen, Erlebnis, Nutzen, Vernetzung, modernen Medien, Qualität, Altbekanntem und Innovationen."

 Univ. Prof. Dr. Michael Kolb

"Wir haben eindeutig eine "Männerproblematik" im Alter. In Turngruppen z.B. sind meistens von 10 Teilnehmern 9 Frauen und 1 Mann. Außerdem werden mit Bewegungsprogrammen die wirtschaftlich besser gestellten Menschen erreicht. Und vor allem diejenigen, die ohnehin schon selbst aktiv sind. Das zu ändern, ist die eigentliche Herausforderung. Es funktioniert nur mit einem "Angebot", mit "Freiwilligkeit des Machens". Normative Herangehensweise bringt wenig."

apa.at

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