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APA-Artikel 27. Februar 2014

Bilanz und Ausblick der NÖ Bergrettung

Sonderrettungsorganisationen wie die Höhlen-, Wasser- und Bergrettung seien neben den regionalen und überregionalen Krankentransporten die dritte Säule des Rettungswesens in Niederösterreich, das flächendeckend von Notruf 144 NÖ disponiert werde. Im Vorjahr habe es landesweit über 938.000 Rettungseinsätze und Krankentransporte, davon über 216.000 Notfälle, gegeben. Für die Flugrettung stelle das Land Niederösterreich derzeit pro Jahr 1,6 Millionen Euro zur Verfügung, für die bodengebundene Rettung 17,9 Millionen Euro, erläuterte Landesrat Ing. Maurice Androsch heute, Donnerstag, im Rahmen einer Pressekonferenz im NÖ Landhaus über Bilanz und Ausblick der NÖ Bergrettung.

"Die NÖ Bergrettung hat im Jahr 2013 insgesamt 715 Einsätze absolviert. 1.300 Freiwillige haben dabei dank ihrer tollen Ausbildung und mit großem Engagement tagein, tagaus, bei Sturm und Wetter, oft auch an den Grenzen der eigenen Belastbarkeit, Beeindruckendes geleistet", hob Androsch hervor.

Martin Gurdet, Landeseinsatzleiter NÖ / Wien, schlüsselte die insgesamt 715 Einsätze in 43 Fels- und technische Einsätze, 162 auf Wegen und in sonstigem Gelände, 34 Einsätze für Mountainbiker, 33 Such- und sogenannte Blindeinsätze (bei denen die Bergrettung umsonst ausgerückt ist), 399 Alpin-Einsätze auf Pisten u. a., 41 Einsätze für verunfallte Rodler sowie 3 Lawinen-Einsätze auf. In 5.070 Einsatzstunden sind dabei 663 Personen geborgen worden: 73 davon unverletzt, 582 verletzt und 8 tot. 545 der Verunfallten waren Inländer, 118 Ausländer. Während die Gesamtzahl der Einsätze über die Jahre annähernd konstant geblieben sei, habe sich allerdings die Gewichtung verschoben - die Zahl der Pistenunfälle etwa sei rückläufig, die Zahl der technischen Einsätze habe sich kontinuierlich gesteigert, so Gurdet.

Franz Lindenberg, Landesleiter NÖ / Wien, hob hervor, dass der Frauenanteil von 7,5 Prozent in den 30 Ortsstellen der NÖ Bergrettung österreichweit der höchste sei. Finanziert werde die Bergrettung zu etwas mehr als einem Drittel durch die öffentliche Hand, einem Drittel durch Fördererbeiträge und Spenden sowie etwas weniger als einem Drittel durch die Einsatzverrechnung. Bei diesen Einsätzen werde das Sicherheitsbewusstsein bei der Bergrettung hochgehalten, Risiko werde dann eingegangen, wenn es kalkulierbar sei. Das bedeute auch, dass den Betroffenen bewusst sein müsse, dass nicht jede Rettung möglich und Eigenverantwortung dementsprechend groß zu schreiben sei.

Auf die Entwicklungen im Tourismus habe die Bergrettung, die in den letzten Jahren bei ihren Einsätzen in ihren Reihen keine Unfälle zu verzeichnen hatte, mit entsprechenden Sondereinsatzgruppen, z. B. für Canyoning und Paragleiten, reagiert. Dem veränderten Freizeitverhalten im Outdoor-Bereich müsse aber mit weiteren Investitionen in die Infrastruktur, die Fahrzeugflotte, die Materialanschaffung sowie die Aus- und Weiterbildung der Mannschaft Rechnung getragen werden. Verschüttetensuchgeräte auf dem letzten Stand der Technik etwa seien nur dann wirklich effizient, wenn ihr Potenzial auch voll ausgeschöpft werden könne, meinte der Landesleiter.

"Als auf unwegsames alpines Gelände abseits des Straßennetzes spezialisierte Truppe ist die Bergrettung auf eine gute Vernetzung angewiesen, diese Zusammenarbeit funktioniert in Niederösterreich hervorragend. Nicht zuletzt durch das Digitalfunksystem kommt Niederösterreich im Bergrettungswesen österreichweit eine Vorreiterrolle zu", so Lindenberg.

Nähere Informationen beim Büro LR Androsch unter 02742/9005-12576, Mag. Anton Heinzl, e-mail .

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung, Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst, Tel.: 02742/9005-12175, www.noe.gv.at/nlk

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14/aom

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