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APA-Artikel 26. Februar 2014

Todesfall-Risiko von Patienten steigt mit Arbeitsstress von Pflegern

Durch eine übermäßige Arbeitsbelastung von Krankenschwestern kann die Zahl der Todesfälle in Krankenhäusern deutlich ansteigen: Eine am Mittwoch im Fachmagazin "Lancet" veröffentlichte Studie in neun europäischen Ländern gibt signifikante Hinweise auf einen solchen Zusammenhang. Höhere Todesraten hängen demnach mit einer höheren Arbeitsbelastung des Pflegepersonals sowie mit einem niedrigeren Ausbildungsniveau von Krankenschwestern zusammen. Die Studie rührt an einen wunden Punkt in Zeiten, in denen aufgrund von Sparzwängen viele Budgets im Gesundheitsbereich gekürzt werden.

Die Forscher untersuchten Daten von 420.000 Patienten im Alter über 50 Jahre sowie die Todesfälle in 300 Krankenhäusern. Dabei ging es um Patienten, die gängige Operationen wie Eingriffe an der Hüfte, am Knie oder am Blinddarm hinter sich hatten. Generell war die Todesrate mit 1,0 bis 1,5 Prozent niedrig. Innerhalb der einzelnen Länder gab es aber Krankenhäuser mit einer Todesrate von mehr als sieben Prozent.

Der Untersuchung zufolge erhöhte jeder Patient, der zur Arbeitsbelastung einer Krankenschwester hinzukam, das Todesfall-Risiko um sieben Prozent. Im Gegenzug sank dieses um sieben Prozent bei jedem um zehn Prozent höheren Ausbildungsstand im Hochschulbereich des Pflegepersonals.

Den ausgewerteten Statistiken zufolge war das Todesfall-Risiko in den Krankenhäusern um ein Drittel niedriger, in denen sich eine Krankenschwester um sechs Patienten kümmern musste und 60 Prozent des Pflegepersonals einen Hochschulabschluss hatte als in Einrichtungen, in denen eine Krankenschwester acht Patienten betreute und nur 30 Prozent des Pflegepersonals einen höheren Ausbildungsabschluss hatte.

Die Untersuchung wurde in Belgien, Großbritannien, Finnland, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden und in der Schweiz vorgenommen.

apa.at

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