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APA-Artikel 24. Februar 2014

Wiener AKH - Ärztekammer kritisiert "Diskreditierung" der Mitarbeiter

Seit Monaten streiten Personalvertreter des Wiener AKH und die Medizinische Universität Wien um die Folgen einer neuen Betriebsvereinbarung, die etwa die Einsparung von elf Nacht-Journaldiensten nach sich zog. In einem offenen Brief an den Rektor der MedUni Wien, Wolfgang Schütz, verwahrte sich nun die Wiener Ärztekammer gegen die "anhaltende Diskreditierung" der AKH-Mitarbeiter.

In seinem am Montag veröffentlichten Brief kritisiert der Wiener Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres vor allem den Umgang Schützs mit dem Personal des AKH als "menschlich enttäuschend": "Sie sind offensichtlich der Meinung - und sagen dies auch öffentlich -, dass Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr arbeiten sollten und diese ohnehin nur an Einkommenssteigerungen interessiert seien."

Szekeres weist diesen Vorwurf zurück und forderte, Leistung zu belohnen und Leistungsträger zu würdigen, statt "uns Geldgier vorzuwerfen und uns zu diskreditieren": Der Spitalsbetrieb funktioniere nur, "weil sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der täglichen Routine nicht um die Streitigkeiten zwischen Rektorat und Direktion kümmern, sondern zum Wohle ihrer Patientinnen und Patienten bestmöglich zusammenarbeiten."

Es sei "kontraproduktiv" den Krankenhausbetrieb etwa durch Personalabbau zu reduzieren. Im klinischen Bereich Stellen abzubauen und Nachtdienste zu kürzen, ohne eine Leistungs- oder Personaleinsatzplanung vorweisen zu können, "geht nicht an". Kritikpunkt ist auch die fehlende Zusammenarbeit zwischen MedUni Wien und Gemeinde Wien - die Versuche einer gemeinsamen Betriebsführung seien allesamt gescheitert, das Verhältnis zur Krankenhausverwaltung sei "nach wie vor ambivalent".

apa.at

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