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APA-Artikel 24. Februar 2014

Ärztekammer: Politik für ärztliche Arbeitsbedingungen verantwortlich

Die Ärztekammer weist die von Gesundheitsminister Alois Stöger jüngst gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten erhobene Forderung, sie solle den Ärzteberuf schmackhaft machen, zurück.

Die Ärztekammer könne die Arbeitsbedingungen der Ärztinnen und Ärzte nicht ändern. Dafür seien die Bundes- und Landespolitik sowie die Spitalseigentümer verantwortlich, sagte der Bundesobmann der angestellten Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer, Sonntag in einer Aussendung.

Die Ärztekammer habe seit Jahren "auf die tiefgreifenden Attraktivitätsverluste des Arztberufes" hingewiesen. Die anhaltende Überlastung der Spitalsärztinnen und -ärzte, Bürokratielawinen und Administrationsschikanen führten zu Entmotivierung und Resignation der Ärzte. Mayer: "Junge Medizinerinnen und Mediziner suchen ihr berufliches Heil im Ausland, was dazu führt, dass immer mehr Arztstellen in Österreich nicht mehr besetzt werden können."

Die von der Ärztekammer vorgeschlagenen Maßnahmen zur Hebung der Attraktivität des Arztberufes seien von der Politik lange Zeit ignoriert oder abgekanzelt worden. "Erst ganz allmählich reagieren nun auch die Verantwortlichen." Mayer verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Empfehlungen der Ärztebedarfsstudie. Die wichtigsten Schritte zur Attraktivierung des Arztberufes seien nun eine Reform der Ärzteausbildung, die österreichweite Einhaltung des von der ÖÄK erarbeiteten Turnusärzte-Tätigkeitsprofils und der gesetzlichen Arbeitszeithöchstgrenzen, die Reduktion der durchgehenden Dienste auf 25 Stunden und schließlich die Entbürokratisierung in Spital und ärztlicher Niederlassung, so der ÖÄK-Vizepräsident.

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