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APA-Artikel 20. Februar 2014

D: Klinik-Riese perfekt: 40 Rhön-Kliniken an Fresenius verkauft

Das Bundeskartellamt hat die bislang größte Übernahme privater Krankenhäuser in Deutschland genehmigt. Die Fresenius-Tochter Helios darf 40 Kliniken und 13 medizinische Versorgungszentren vom Konkurrenten Rhön übernehmen, wie die Behörde am Donnerstag in Bonn mitteilte. Mit dem Drei-Milliarden-Euro-Deal entsteht der mit Abstand größte private Krankenhausbetreiber Deutschlands mit über 100 Kliniken. Helios war schon vor der Übernahme mit 72 Kliniken und einem Jahresumsatz von 3,2 Milliarden Euro deutscher Marktführer.

Helios hatte Rhön ursprünglich komplett übernehmen wollen, war dabei aber am Widerstand einiger Konkurrenzunternehmen gescheitert. Nach einem heftigen juristischen Streit um Hauptversammlungsbeschlüsse der Rhön-Klinikum AG wurde aber eine Einigung mit der Asklepios-Krankenhausgruppe und dem Medizintechnikhersteller B.Braun erzielt. Dabei verpflichtete sich Fresenius zur Abnahme von B. Braun-Medizinprodukten, die mit Fresenius-Marken zum Teil konkurrieren. Asklepios wird in ein "Netzwerk Medizin" eingebunden, das Fresenius und Rest-Rhön gründen wollen.

Das Kartellamt nahm drei Kliniken und zwei Versorgungszentren aus dem Übernahmepaket, weil sonst regionale Monopole entstanden wären. Der Helios-Mutterkonzern Fresenius rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die neuen Häuser bereits im ersten Jahr operativ Geld verdienen. Die Übernahem soll bereits Ende Februar abgeschlossen sein. Bei Kliniken in Wiesbaden und Salzgitter stehe ein positives Votum der kommunalen Miteigentümer noch aus. Dann würde die Klinikzahl auf 112 steigen.

apa.at

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