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APA-Artikel 19. Februar 2014

E-Medikation - Hauptverband bezieht RH-Kritik nicht auf sich selbst

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat die Kritik des Rechnungshofes am Pilotprojekt zur E-Medikation "zur Kenntnis genommen". Er sehe diese jedoch als "Kritik an den äußeren Strukturen und Rahmenbedingungen des Projektes, die außerhalb des Einflussbereiches des Hauptverbandes lagen", stellt der stellvertretende Generaldirektor Volker Schörghofer in einer Aussendung fest.

Es dürfe dabei nicht übersehen werden, "dass das Pilotprojekt unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen stattfand, beginnend bei der Berücksichtigung der unterschiedlichen standespolitischen Wünsche bis hin zu einem Boykott durch die Ärztekammer mitten im Projekt", argumentierte Schörghofer. Dieser dadurch verzögerte Projektbeginn erkläre auch die vom RH kritisierten Mehrkosten um 189.000 Euro. "Dabei handelt es sich aber nicht um einen verlorenen Aufwand, weil softwaretechnische Vorarbeiten ja in das Regelprojekt der E-Medikation integriert werden".

Schörghofer bekräftigte, dass die E-Medikation als wesentlicher Teil von ELGA ab Anfang kommenden Jahres flächendeckend in ganz Österreich zur Verfügung stehen soll. Die im Evaluierungsbericht aufgezeigten Verbesserungsvorschläge würden voll inhaltlich berücksichtigt. Außerdem bestünden nun durch das ELGA-Gesetz klare Rahmenbedingungen zur Umsetzung der E-Medikation.

Team Stronach Gesundheitssprecher Marcus Franz prangerte hingegen in einer Aussendung eine "massive Geldverschwendung" an, die der Rechnungshof aufgedeckt habe. Ein Kernprojekt der ELGA ist damit seiner Auffassung nach "zu einem extrem teuren Versuchskaninchen degradiert worden".

apa.at

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