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APA-Artikel 19. Februar 2014

Linzer Medizin-Fakultät: 300 zusätzliche Anfängerplätze im Endausbau

Ab dem Studienjahr 2014/15 startet die neue Ausbildung an der Medizin-Fakultät der Uni Linz und damit ein viertes Angebot neben den Medizin-Unis Wien, Graz und Innsbruck. Mit dem Studienjahr 2022/23 soll es damit 300 zusätzliche Anfängerplätze geben (derzeit: 1.500). Gestartet wird vorerst mit 60 Plätzen, die jedoch nicht die Uni Linz, sondern der Kooperationspartner Medizin-Uni Graz anbietet.

Die ersten beiden Studienjahre (vorklinische Ausbildung) werden zunächst komplett an der Medizin-Uni Graz absolviert: 2014/15 und 2015/16 sollen je 60 Studenten zugelassen werden, ab 2016/17 sind es 120. Die eigentliche Ausbildung in Linz startet dann 2016/17. Mittelfristig soll es dann 300 Anfänger-Studienplätze geben. Davon sollen 180 die volle Ausbildung in Linz absolvieren (inklusive vorklinische Ausbildung). Bis zu 120 wechseln auch künftig erst nach dem Vorklinikum in Graz oder "einer anderen österreichischen universitären Einrichtung" - wie in der 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Land Oberösterreich festgehalten wird - nach Linz.

Das Aufnahmeverfahren wird gemeinsam mit den drei bestehenden Medizin-Unis durchgeführt, wobei die Linzer Uni den Aufnahmetest selbst vor Ort durchführt. Das Studium wird im Gegensatz zu den drei anderen Unis (Diplomstudium) allerdings im Bachelor-Master-System organisiert - "einschließlich eines darauf aufbauenden PhD-Studiums". Abgeschlossen wird das Master-Studium mit dem "Dr.med.univ.".

58,3 Mio. Euro wird der Bund im Endausbau (laut Plan ab 2027/28) pro Jahr insgesamt für die zusätzlichen Medizin-Ausbildungsplätze an der Medizin-Fakultät Linz bezahlen, davon 4,1 Mio. als Abgeltung für die Kooperation an die Medizin-Uni Graz. Die Kosten für die Jahre 2014 bis 2017 (in Summe rund 35 Mio. Euro) werden laut Vorblatt zum 15a-Vertrag aus Rücklagen des Finanzministeriums bedeckt, ab 2018 soll das Wissenschaftsbudget "um die für den jeweiligen Umsetzungsstand der Medizinischen Fakultät Linz entsprechenden, notwendigen Finanzmittel aufgestockt" werden.

Land Oberösterreich bzw. die Gemeinden stecken zwischen 2014 und 2042 insgesamt 225 Mio. in das Projekt. Das Land errichtet und betreibt gemeinsam mit der Stadt Linz für den praktischen Teil der Ausbildung eine öffentliche Krankenanstalt mit eigenem Rechtsträger bestehend aus AKH, Landes- und Kinderklinik sowie Landes-Nervenklinik Linz. Oberösterreich sichert außerdem zu, auch das Fach Anatomie "einschließlich der Leichenlogistik" einzubeziehen, sollte das nicht im Rahmen einer Kooperation mit der Medizin-Uni Graz möglich sein.

apa.at

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