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APA-Artikel 19. Februar 2014

Bandscheiben-Punktierung kann auch Schäden verursachen

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Um zweifelsfrei festzustellen, ob oder welche Bandscheiben die Schmerzen verursachen, wird häufig eine "Discographie" durchgeführt: Dabei werden Bandscheiben mit einer Punktionsnadel angestochen und Medikamente eingespritzt, um die Ursache der Symptome festzustellen. Wiener Experten haben jetzt aber belegt, dass das auch negative Effekte haben kann.

"Neue Forschungen im Zelllabor des Orthopädischen Spitals Speising in Wien haben nun jedoch ergeben, dass dieses Infiltrieren mit Medikamenten die Bandscheibe zusätzlich schädigen kann. Die Forscherinnen führen das auf die Wirkung der verabreichten Substanzen zurück", hieß es am Mittwoch in einer Aussendung des Krankenhauses. Für diese neue Erkenntnis wurde dem Team des Zelllabors vor kurzem der Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie verliehen.

Zelllabor-Leiterin Claudia Eder: "Die Konsequenz daraus ist für uns in Speising, dass wir die 'Discographie' an unseren Patientinnen und Patienten nur noch ganz selten anwenden. Im Sinne einer zweifelsfreien Diagnose bei Rückenproblemen ist zwar diese Punktierung manchmal tatsächlich vonnöten, jedoch muss in jedem Einzelfall abgewogen werden, ob eine 'Discographie' durchgeführt werden soll."

An dem Krankenhaus ist jetzt der Spezialbereich für Wirbelsäulenerkrankungen ausgebaut worden. Unter der Leitung von Michael Ogon arbeiten die Orthopäden der konservativen (nicht-operativen) und der chirurgischen Richtung noch enger in diesem Fachbereich zusammen.

apa.at

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