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APA-Artikel 17. Februar 2014

"profil": Todesfälle durch Engpässe im Gesundheitssystem

In der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" werden Auszüge aus zwei Protokollen veröffentlicht, die einen dramatischen Todesfall im AKH Wien und einen im Landeskrankenhaus Hietzing dokumentieren und eklatante Mängel in der Notfallversorgung aufzeigen.

Der jüngste Fall ereignete sich am 3. Jänner im AKH Wien. Ein 62-jähriger Patient mit der akut lebensbedrohliche Diagnose Aortenaneurysma konnte nicht behandelt werden, da der einzige diensthabende Gefäßchirurg, der die Notoperation durchführen hätte können, bei einer Organentnahme außer Haus war.

Der zweite Fall ereignete sich bereits am 2. September 2013. Eine 55-jährige Frau mit ähnlicher Diagnose konnte im Landeskrankenhaus Hietzing ebenfalls nicht adäquat versorgt werden, da alle Herz-Lungen-Maschinen belegt waren. Ihr Sohn fertigte ein Gedächtnisprotokoll an: "Meine Mutter hat alles richtig gemacht und hätte eine Chance verdient gehabt."

Weitere "profil"-Recherchen lassen den Schluss zu, dass dies keine Einzelfälle sind. Ferdinand Mühlbacher, Leiter der Wiener Universitätsklinik für Chirurgie zu "profil": "Es kommt aufgrund der hohen Auslastung mindestens zweimal pro Woche bei uns im AKH zu solch unglücklichen Konstellationen."

apa.at

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