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APA-Artikel 13. Februar 2014

Zahnspangen - Kritik von FPÖ und Grünen

FPÖ und Grüne haben am Donnerstag die von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) angekündigten Gratis-Zahnspangen für Kinder kritisiert. Die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, die FPÖ-Abg. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, sieht darin eine "ungeheure Mogelpackung". Die Grüne Gesundheitssprecherin Eva Mückstein wirft der Regierung vor, damit vom "Hypo-Desaster" ablenken zu wollen.

"Die Stöger-Spange hat eine riesige Zahnlücke", meinte Belakowitsch-Jenewein in einer Aussendung. Im Wahlkampf habe die SPÖ noch von einer "Gratis-Zahnspange für alle" gesprochen, nun reduziere Stöger "Alle" auf jene Kinder und Jugendliche, die ein "schwerwiegendes medizinisches Problem" hätten und das erst ab 2015. Und diese reduzierte Personengruppe erhalte eine Gratis-Zahnspange auch nur nach chefärztlicher Bewilligung, womit sie dem Gutdünken der Krankenkassen ausgeliefert seien, die jedoch gähnend leere Kassen hätten, sagte Belakowitsch-Jenewein. Sie befürchte, dass deshalb nicht mehr Kinder als bisher eine Gratis-Zahnspange bekommen werden.

Mückstein begrüßt zwar grundsätzlich die Gratis-Zahnspange. Sie hofft aber, "dass die Zahnspange für stark beeinträchtigte Kinder nicht nur eine Beruhigungspille ist, sondern tatsächlich umgesetzt wird". Die Grüne Gesundheitssprecherin sieht noch viele offene Fragen. Sie mahnt die Qualitätssicherung ein und unterstützt die Forderung der Kieferorthopäden nach einem Fachzahnarzt für Kieferorthopädie. Wichtig wäre ihrer nach Ansicht auch, dass für Kinder aus sozial benachteiligten Familien Anreize geschaffen werden, um zum Zahnarzt zu gehen.

apa.at

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