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APA-Artikel 12. Februar 2014

Pflegeheimbetreiber Curanum macht Rückzieher bei Kapitalschritt

Der französische Altersheimbetreiber Korian und seine Münchner Tochter Curanum rudern beim geplanten Umbau ihrer Geschäfte in Deutschland zurück. Die Einbringung der Geschäftsanteile der deutschen Seniorenheim-Tochter Phönix der Franzosen in Curanum werde rückwirkend aufgehoben und die damit einhergehende Kapitalerhöhung finde nicht wie vorgesehen statt, sagte Curanum-Vorstandschef Walther Wever.

Curanum-Aktionäre hatten gegen einen entsprechenden Hauptversammlungsbeschluss geklagt. Das Unternehmen strebte dennoch eine frühzeitige Eintragung der Kapitalerhöhung ins Handelsregister an. Das Oberlandesgericht München lehnte aber einen entsprechenden Antrag von Curanum ab.

Curanum hatte sich aus der Einbringung der Phönix-Geschäfte in das Unternehmen erhebliche Einsparungen erhofft. "Wir werden dennoch mit einem Dienstleistungsvertrag einen Großteil der Synergien erzielen können", sagte Wever am Mittwoch zu Reuters. Curanum und die Schwestergesellschaft Phönix vereinbarten jetzt unter anderem, dass Curanum bestimmte Leistungen auf Rechnung der Phönix-Seniorenzentren erbringen kann. Phönix betrieb zuletzt mit 4.200 Beschäftigten 48 Senioren- und Pflegezentren in Deutschland.

Der ursprüngliche Vertrag zwischen Curanum und Korian sah vor, dass der Pariser Konzern die neuen Curanum-Aktien aus der Kapitalerhöhung zeichnet. Die Vereinbarung stand aber unter der Bedingung, dass der Kapitalschritt bis Ende dieses Monats beim Handelsregister der Curanum AG eingetragen ist. Korian hatte im vergangenen Jahr die Mehrheit an Curanum erworben und danach mehr als 78 Prozent gehalten. Im Zuge der Kapitalerhöhung hätten die Franzosen ihren Anteil auf mehr als 90 Prozent ausgebaut.

apa.at

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