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APA-Artikel 12. Februar 2014

Genmais - Ärztekammer appelliert an die Vernunft

Die mögliche EU-Zulassung des Genmaises "Pioneer 1507" hat auch heute, Mittwoch, für Reaktionen gesorgt: Die Wiener Ärztekammer appellierte an die Vernunft der EU-Länder, und FPÖ-Chef HC Strache kritisierte einen "Kniefall vor der Pharmalobby".

Rechtsunsicherheiten und formale Gründe auf europäischer Ebene dürften nicht der Anlass für unüberlegte Entscheidungen sein, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten, so der Referent für Umweltmedizin der Ärztekammer für Wien, Piero Lercher. Das Vorsorgeprinzip müsse an oberster Stelle stehen, "bis das Ausmaß und die Art der Gefahren bei der Einwirkung von transgenen Pflanzen endgültig und adäquat eingeschätzt werden kann".

Es sei kein Geheimnis, dass die Kommission sich für die Zulassung aussprechen werde, betonte Strache. Er sah darin einen weiteren Beweis, "wie die EU am Gängelband der Pharmalobby und der Agrarkonzerne hängt".

Auch wenn die nationalen Gesetze Österreichs den Gen-Anbau verbieten, so würden die Pollen sicher keinen Halt vor den Grenzen machen. Ein regelrechtes Horrorszenario befürchtet der FPÖ-Obmann, wenn sich der Europäische Gerichtshof früher oder später aus Wettbewerbsgründen über das nationale Recht hinwegsetzt und die Zulassung europaweit erlaubt.

apa.at

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