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APA-Artikel 12. Februar 2014

CH: Zulassungsstopp: Ärzte sollen in Zukunft mitreden können

Seit vergangenem Juli können die Kantone die Zahl neuer Spezialärzte wieder begrenzen. Gesundheitsminister Alain Berset strebt aber eine langfristige Lösung an. Im zweiten Halbjahr 2014 soll dazu eine Vorlage in die Vernehmlassung gehen.

Auf die Eckwerte der Vorlage einigten sich am Dienstag die Teilnehmer eines runden Tisches - darunter waren unter anderem Vertreter der Kantone, der Ärzteschaft sowie der Versicherer.

Beim Treffen mit Berset einigten sich die Teilnehmer darauf, dass die "betroffenen Partner" in Zukunft bei der Steuerung der Ärztezahl "konkret einbezogen" werden, wie das Eidg. Departement des Innern (EDI) am Dienstag mitteilte.

Damit seien die Ärzte und die Versicherer gemeint, sagte EDI-Sprecher Peter Lauener am Dienstag auf Anfrage. Die Ergebnisse des runden Tisches fliessen nun in eine Vorlage, die gemäss Lauener im zweiten Halbjahr in die Vernehmlassung geschickt werden soll. Mit der Vorlage soll die Möglichkeit bestehen, sowohl bei einer Über- als auch bei einer Unterversorgung zu handeln.

Das Parlament hatte im vergangenen Sommer einem dreijährigen "Ärztestopp" zugestimmt. Seither können Kantone wieder Praxisbewilligungen für Ärzte verweigern, wenn es in deren Fachrichtung bereits genügend Praxen vor Ort gibt.

Die Beschränkung soll vor allem Kantonen dienen, die in den vergangenen Jahren von kostentreibenden Spezialärzten geradezu überschwemmt wurden. Seit der Wiedereinführung des Zulassungsstopps haben mehrere Kantone Beschränkungen für einige Ärztekategorien eingeführt oder angekündigt.

apa.at

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