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APA-Artikel 10. Februar 2014

ELGA-Befürchtungen der Hausärzte bestätigen sich

Schon bei einigen tausend Abmeldungen zeigt sich die ELGA-Widerspruchstelle maßlos überfordert. Anlässlich dieser chaotischen Zustände müssen die Österreicher leidvoll erkennen, dass rasches und unkompliziertes An-und Abmelden bei ELGA schon das erste Versprechen der Verantwortlichen ist, das sie nicht einhalten. Geht es in dieser unprofessionellen Art und Weise weiter, dann wird der ELGA-Vollbetrieb zum Desaster, ist der Österreichische Hausärzteverband überzeugt.

Mit einer von der ELGA GmbH selbst in Auftrag gegebenen Umfrage wird nun versucht, vom Chaos beim Abmeldevorgang abzulenken. Doch der Schuss geht nach hinten los. Lediglich 10 Prozent der 1.070 befragten Personen wissen, was ELGA ist. "Damit ist bewiesen, dass die Verantwortlichen ihrer Aufklärungspflicht vor Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte zum Jahreswechsel nicht nachgekommen sind", betont Hausärzte-Sprecher Dr. Wolfgang Geppert. Wie Rechtsexperten bestätigen, ist es verfassungswidrig, die Sozialversicherten in ein neues System hineinzupressen, ohne sie vorher ausreichend über Vor-und Nachteile aufgeklärt zu haben.

Was das Vertrauen der Österreicher in die Sicherheit der Gesundheitsdaten betrifft, so kommt ein Voting bei ORF Salzburg Ende Jänner zu einem ganz anderen Ergebnis. Nur 19 Prozent vertrauen ELGA, 25 Prozent zeigen Skepsis. Die Mehrheit (54 Prozent) schenkt der Elektronischen Gesundheitsakte überhaupt kein Vertrauen und meint, mit ELGA werde dem Datenmissbrauch Tür und Tor geöffnet.

Der Österreichische Hausärzteverband sieht sich daher in dem Bestreben bestätigt, die Aufklärungsoffensive in den Arztpraxen mit vollem Einsatz fortzusetzen. Mittlerweile beteiligen sich auch Fachärzte und Zahnbehandler an der Aktion "Raus aus ELGA".

apa.at

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