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APA-Artikel 10. Februar 2014

ELGA - Stöger erfreut über Zustimmung in der Bevölkerung

Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) hat sich am Sonntag erfreut über Umfragedaten gezeigt, wonach die Mehrheit der Bevölkerung hinter der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) steht. Damit dies auch so bleibt, will er "verstärkt auf sachliche" Information setzen, kündigte der Ressortchef in einer Aussendung an. Kritik übten hingegen FPÖ und Grüne.

"Der Vertrauensvorschuss gegenüber der Elektronischen Gesundheitsakte ist groß. Ich bin zuversichtlich, dass der Nutzen von ELGA die Patientinnen und Patienten in ihrer Einschätzung bestätigen wird, wenn im Herbst 2014 die ersten Befunde über ELGA abrufbar sein werden", erklärte Stöger. Informationsquelle Nummer eins sind laut der Umfrage die behandelnden Ärzte. Der Minister appelliert daher an sie, diese Verantwortung wahrzunehmen und sachlich zu informieren. Auch die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely sieht ELGA sowie den Wunsch nach "objektiver Information" durch die Umfrage bestätigt.

Aus Sicht der Freiheitlichen hingegen funktioniert ELGA technisch nicht, das System sei "vollkommen unausgereift". Zudem sei dem Datenmissbrauch "Tür und Tor geöffnet", meinte FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Sie sprach sich weiterhin klar gegen ELGA aus.

Uninformiertheit sei kein Grund zum Jubeln, stellte auch Grünen-Gesundheitssprecherin Eva Mückstein fest und verwies darauf, dass 95,3 Prozent der Befragten nicht wissen, worum es bei ELGA geht. Wären die Österreicher ausreichend informiert, hätten sie "mehrheitlich große Bedenken" und würden ihre Daten nicht zur Verfügung stellen, zeigte sich die Abgeordnete überzeugt.

apa.at

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