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APA-Artikel 31. Jänner 2014

Lieferengpässe mit Arzneimitteln beschäftigen Apotheker

Lieferengpässe, obwohl es in den Industriestaaten an sich jede Menge an Arzneimittel gibt: Mit immer wieder auftretenden Problemen auf dem Gebiet der Versorgung beschäftigen sich derzeit in Wien Spitzenvertreter der europäischen Apothekerschaft (Pharmaceutical Group of the European Union; PGEU) in Wien. Die Ursachen seien komplex, meinte PGEU-Präsident Stephan Krchnak gegenüber der APA.

"Diese Engpässe haben mehrfache Ursachen. Sie können in logistischen Problemen liegen, in Problemen mit der Produktion, aber auch in den Preisunterschieden zwischen den einzelnen Staaten", sagte der PGEU-Präsident, auch Chef der slowakischen Apothekerkammer.

Vor allem die sogenannten Parallelimporte sorgen - speziell bei hochpreiseigen Arzneimitteln - immer wieder für Probleme. Krchnak: "Wir haben in der Slowakei zum Teil Preise für Arzneimittel, die in Deutschland drei oder vier Mal höher ist." Kein Wunder, dass in solchen Fällen findige Händler solche Produkte aufkaufen und in die Hochpreisstaaten liefern. Die Frage sei, wie man Instrumente schaffen könnte, um solche Mechanismen im Falle von größeren Problemen zumindest zeitweise zu stoppen. Immerhin gibt es in Europa ja einen freien Markt.

Ein anderes Thema bei dem Treffen in Wien sind die Arzneimittelfälschungen. Krchnak: "Hier haben wir aber in der Slowakei die gleich Situation wie in Österreich. Wir hatten bisher noch keine Probleme mit gefälschten Arzneimitteln in den Apotheken." Trotzdem wird EU-weit derzeit daran gearbeitet, die Sicherheitsmerkmale auf Arzneimittelpackungen zu verbessern und deren Nachverfolgbarkeit vom Produzenten bis zur Abgabe sicherzustellen. Noch ist allerdings unklar, ob sich alle EU-Staaten daran in gleicher Weise beteiligen werden.

apa.at

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