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APA-Artikel 28. Jänner 2014

Die Behandlung war korrekt, die Honorarnote ebenfalls

Im Zuge einer Recherche des Vereins für Konsumenteninformation zum Thema Wartezeiten auf Operationen (veröffentlicht im Konsument 2/2014) wurde der Verdacht laut, der Präsident der NÖ Ärztekammer, Dr. Christoph Reisner, MSc, hätte sich der Beihilfe zum Abrechnungsbetrug schuldig gemacht. "Der Vorwurf lautet, ich hätte die Position 135 "Manuelle Therapie" auf der Honorarnote angeführt, obwohl die Patientin keine manuelle Therapie gemerkt hat", nimmt der Ärztechef aus Niederösterreich selbst Stellung zu diesem Vorwurf.

Diese Leistungsposition wird alleine in Niederösterreich jährlich mehr als 20.000 Mal von den niedergelassenen Orthopäden durchgeführt. "In der manuellen Medizin verschwimmen Diagnose und Behandlung, vor allem wenn so genannte "weiche" Techniken angewendet werden, wie etwa bei der Untersuchung eines schwer geschädigten Gelenks. Es ist somit nicht verwunderlich, dass die Patientin die Untersuchung ausschließlich als Untersuchung und nicht als Therapie wahrgenommen hat, wenngleich im Rahmen dieser Untersuchung auch eine Traktion und leichte Mobilisierung des Gelenks durchgeführt wurde", so Präsident Dr. Reisner, der seit vielen Jahren ein Diplom in Manueller Medizin besitzt.

Er hält daher abschließend fest: "Die Leistung Manuelle Therapie wurde im konkreten Fall erbracht und steht daher völlig zu Recht auf der aufgeschlüsselten Honorarnote."

apa.at

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