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APA-Artikel 27. Jänner 2014

Cannabis - Konsum zieht sich durch die Altersgruppen

Keine Frage: Viele Österreicher haben Cannabis-Konsumerfahrung. Dies zieht sich immer mehr durch alle Altersgruppen. Die aktuelle und umfassende "Suchtmittel Monitoring Studie" für Wien (präsentiert im Oktober 2013) zeigt aber, dass zunächst der Alkohol, dann das Nikotin und schließlich Psychopharmaka bei den Suchterkrankungen die größte Rolle spielen.

Elf Prozent der über 15-jährigen Männer haben einen riskanten Alkoholkonsum, ebenso sechs Prozent der Frauen. 35 Prozent der Bevölkerung trinken zumindest zwei- bis dreimal pro Woche Alkohol (17 Prozent fast alle Tage, 18 Prozent zwei- bis dreimal/Woche; Anm.).

Nikotin und Pharmaka: 32 Prozent der Wiener sind regelmäßige bzw. tägliche Raucher. 20 Prozent der Bevölkerung haben bereits zumindest einmal Beruhigungstabletten eingenommen (13 Prozent innerhalb der vergangen drei Jahre, vier Prozent innerhalb des vorangegangenen Monats; Anm.). 24 Prozent haben schon einmal Schlafmittel eingenommen (22 Prozent in den vergangenen drei Monaten, 13 Prozent im vorangegangenen Monat; Anm.) - so die repräsentativen Zahlen aus Wien.

Bei den illegalen Drogen kommt zunächst das Cannabis: 24 Prozent der Wiener haben schon zumindest einmal Hanfprodukte konsumiert, 13 Prozent innerhalb der vergangenen drei Jahre, sechs Prozent innerhalb der vergangenen 30 Tage. Die Interpretation des erst vor kurzem in den Ruhestand getretenen Wiener Drogenbeauftragten Alexander David im Oktober 2013: "Wir sehen die Entwicklung so, dass sozusagen die '68er-Generation damit angefangen hat und dies weiter tut. Jugendliche wachsen hier nach." 1993 hatten nur fünf Prozent der Befragten von einem zumindest einmaligen Haschisch- oder Cannabiskonsum berichtet, 2003 waren es 16 Prozent, 2011 dann 21 Prozent gewesen.

"Harte Drogen" spielen, was die Zahl der Konsumenten betrifft, in Österreich weiterhin eine untergeordnete Rolle: Jemals Opiate wie Opium, Morphium, Heroin oder Methadon konsumiert haben zwei Prozent der Wiener (in den vergangenen drei Jahren ein Prozent, im vorangegangenen Monat ebenfalls ein Prozent). Kokainerfahrung haben mittlerweile fünf Prozent der Bevölkerung (ein Prozent in den vergangenen drei Jahren, faktisch niemand innerhalb des vergangenen Monats).

apa.at

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