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APA-Artikel 17. Jänner 2014

LR Schwarz: Nachfrage nach Zivildienst im Sozialbereich ist ungebrochen

St. Pölten (OTS/NLK) - Am 20. Jänner 2013 wurden die Österreicherinnen und Österreicher über die Zukunft des Wehrdienstes befragt. Die Volksbefragung brachte mit knapp 60 Prozent (59,7 Prozent) ein klares Votum der österreichischen Bevölkerung für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes.

Mit 1. Jänner 2014 haben nun 88 Zivildienstleistende ihren Dienst im NÖ Sozial- und Gesundheitswesen angetreten, 41 davon in den NÖ Landespflegeheimen. In Summe sind aktuell 264 Zivildienstleistende in über 82 Einsatzstellen in diesem Bereich in ganz Niederösterreich tätig. Für Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz sind die Zivildienstleistenden eine Bereicherung und große Stütze in den NÖ Pflegeheimen: "Die jungen Burschen haben in der Regel einen sehr guten Zugang zu den alten Menschen. Unsere Seniorinnen und Senioren schätzen ihre Anwesenheit und Tätigkeit und plaudern gerne mit ihnen. In den NÖ Pflegeheimen helfen sie bei der Pflege und Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner mit. Eingesetzt werden sie in der Beschäftigung, im Bereich der Freizeitgestaltung, sie sind bei Ausflügen und Spaziergängen dabei, teilen Mahlzeiten und Getränke aus und erledigen Hol- und Bringdienste."

Die Nachfrage von jungen Herren, die den Zivildienst leisten möchten, ist ungebrochen hoch. Im Jahr 2013 haben im NÖ Sozial- und Gesundheitswesen insgesamt 360 Zivildienstpflichtige ihren Dienst geleistet. In den NÖ Landespflegeheimen stehen jährlich 130 Plätze zur Verfügung. "Jeder sozial engagierte, kommunikative junge Mensch wird hier mit offenen Armen empfangen. Der Zivildienst ist auch eine gute Gelegenheit, das persönliche soziale Potenzial zu entdecken und zu erkennen, wie erfüllend soziales Engagement sein kann", so Schwarz.

"Seit der Zivildienstgesetz-Novelle im Oktober 2013 besteht auch die Möglichkeit höher qualifizierte Tätigkeiten zu verrichten. So könnte ein Zivildienstleistender, der eine Krankenpflegeschule oder ein Medizinstudium erfolgreich absolviert hat, Tätigkeiten gemäß seiner Ausbildung bzw. Berufsberechtigung leisten und somit mehr als 'nur' Hilfsdienste verrichten. Viele Zivildienstleistende entscheiden sich aber erst nach den neun Monaten Dienst für eine berufliche Veränderung und wollen auch weiterhin im Sozialbereich tätig sein. Nicht selten kommt es vor, dass ein 'Zivi' seiner ehemaligen Einsatzstelle z. B. als diplomierter Pfleger oder als ehrenamtlicher Mitarbeiter erhalten bleibt", so Schwarz.

 

apa.at

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