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APA-Artikel 16. Jänner 2014

Therapie-Roboter helfen bei Rehabilitation nach Schlaganfall

Ein Roboter, der beim Training nach einem Schlaganfall die Bewegungen des gelähmten Arms unterstützt, führt zu leicht besseren Ergebnissen als konventionelle Ergotherapie. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Zürcher und Berner Forschenden, die im Fachjournal "Lancet Neurology" veröffentlicht wurde.

"Im Durchschnitt war der Unterschied klein, aber gerade Patienten, die stärker gelähmt waren, machten mithilfe des Roboters viel grössere Fortschritte", erklärte Studienleiter Robert Riener vom Labor für Sensomotorische Systeme der ETH Zürich in einer Mitteilung der Hochschule.

Als Grund vermuten die Forscher, dass der Roboter die Armbewegungen so individuell unterstützt, dass auch Patienten mit schweren Lähmungen die Übungen effizient durchführen können. Eine Computersimulation ermöglicht zudem ein spielerisches Training von Alltagsbewegungen, zum Beispiel Wasser aus einem Krug in ein Glas zu giessen - ohne etwas zu verschütten.

Gerade den schwer Betroffenen könne die konventionelle Therapie, bei der ein Physio- oder Ergotherapeut bei den Übungen hilft, nur begrenzt helfen, erklärten die Forschenden. Die Beweglichkeit des gelähmten Arms lasse sich nach einem halben Jahr nach dem Schlaganfall kaum mehr verbessern. Die Lähmung ist dann chronisch.

Insgesamt war die Roboter-Therapie beim Aufbau der motorischen Funktion besser, die konventionelle hingegen beim Kraftaufbau. Grösser angelegte Studien müssten nun das volle klinische Potenzial der neuen Therapie aufzeigen.

apa.at

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