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APA-Artikel 10. Jänner 2014

Stöger: "Impfen ist ein Akt der Solidarität"

Anlässlich des morgigen Starts der Kampagne "Masern sind kein Kinderspiel", betonte Gesundheitsminister Stöger, gemeinsam mit Pamela Rendi-Wagner, Sektionschefin im Bundesministerium für Gesundheit, im Zuge einer Pressekonferenz die Relevanz der Masern-Impfung und auch den Akt der Solidarität, der dahinter steckt: "Denn Kleinkinder bis elf Monate, Schwangere und Immunsupprimierte können sich nicht impfen lassen. Diese Personen können nur durch eine Herdenimmunisierung, also einer Durchimpfungsrate von 95 Prozent, geschützt werden." Das Gesundheitsministerium hat sich daher vorgenommen eine Herdenimmunisierung zu erreichen und unterstützt das WHO-Ziel der Ausrottung von Masern. "Die Krankheit wird oft unterschätzt. Masern sind kein Kinderspiel. Ich habe es in meiner eigenen Familie erlebt", versicherte des Gesundheitsminister. Erwachsene, die nicht geimpft sind, können bis zum Alter von 45 Jahren eine Impfung kostenlos nachholen.

"Wir haben auch in Österreich Kinder, die an den Folgen eines Masernausbruchs gestorben sind. Aber wir sind zum Glück in der Lage, einen Impfstoff zu haben und können uns dagegen schützen. Nur Impfen hilft und es ist auch ein Akt der Solidarität, denn es gibt Menschen, die können sich nicht impfen lassen. Das sind kleine Kinder, schwangere Frauen und Immunsupprimierte", sagte der Gesundheitsminister.

"Wir haben seit 1998 ein Kinderimpfkonzept umgesetzt. Das ist ein Gratisimpfprogramm und wir haben durch dieses und andere organisierte Programme schon große Erfolge durchgesetzt: Rotaviren sind zurückgegangen, seit 1979 sind wir pockenfrei und wir haben die Kinderlähmung in Österreich ausgerottet. Im letzten Jahr haben wir auch Meningokokken und Pneumokokken in das Gratis-Impfprogramm aufgenommen. Ab Februar dieses Jahres werden wir als erstes Land auch eine kostenlose Impfung gegen HPV-Viren, für Mädchen und Burschen, anbieten", so Stöger.

"Masern sind die höchstansteckende Infektionskrankheit, mit einer Ansteckungsgefahr von beinahe 100 Prozent. Wir wollen informieren, aufklären und motivieren, damit sich die Leute impfen lassen. Der Bedarf besteht, denn oft gibt es Verunsicherungen, was Impfungen betrifft. Wir wollen etwas gegen die Impfskepsis unternehmen, das WHO-Ziel erreichen und haben uns in der Kampagne "Masern sind kein Kinderspiel" dazu einiges einfallen lassen: Wir haben eine Website eingerichtet, auf der man sich Informationen zu der Krankheit, sowie zu der Impfung einholen kann. Wir verteilen Informationsmaterial auf der Straße, sowie an Kinderärztinnen und Kinderärzte, wir lassen Plakate aufhängen und schalten einen Video-Spot auf Youtube und den Infoscreens aller Landeshauptstädte", so Rendi-Wagner.

Mehr Infos zu der Kampagne unter: http://www.keinemasern.at/

apa.at

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