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APA-Artikel 9. Jänner 2014

Wehsely: ELGA bringt Qualität und Transparenz für PatientInnen

"ELGA ist ein wichtiger Schritt um das österreichische Gesundheitssystem in Zukunft transparenter, effizienter und noch sicherer zu gestalten. Ich habe mich daher von Anfang an klar für die Umsetzung der Elektronischen Gesundheitsakte ausgesprochen und bin überzeugt, dass diese im Interesse der PatientInnen entscheidend für die Qualitätssicherung im gesamten Gesundheitswesen sein wird. Gerade bei der erfolgreichen Umsetzung der Gesundheitsreform wird ELGA auch eine positive Rolle zukommen", erklärte die Wiener Gesundheits- und Soziallandesrätin Sonja Wehsely nach dem Start des ELGA Portals Anfang Jänner 2014.

Ab sofort können sich die Bürgerinnen und Bürger auf dem ELGA Portal aus erster Hand informieren und ihre Teilnahme daran selbst regeln. Elektronische Gesundheitsdaten werden dann ab Herbst 2014, zunächst in den beiden Pilotregionen Wien und Oberösterreich, abrufbar sein. "Ich bin davon überzeugt, dass ELGA eine moderne und sichere Infrastruktur bietet und daher von einer überwältigenden Mehrheit der Patientinnen und Patienten positiv angenommen werden wird", führt Wehsely aus. Eine Abmeldung von ELGA ist aber ebenfalls möglich. "So wie bei vielen anderen gesundheitspolitischen Themen warne ich auch hier ausdrücklich davor, Patientinnen und Patienten gezielt zu verunsichern, so wie dies der Österreichische Hausärzteverband heute getan hat. Die Ärztekammer hat von Anfang an das ELGA Projekt mit unsachlicher Kritik und polemischen Aussagen zu verhindern versucht. Auch jetzt, wo die konkrete Umsetzung ansteht, sind die Aussagen der Ärztekammer durchsichtig und lassen ein klares Eigeninteresse erkennen. Hier werden die Patientinnen und Patienten als Faustpfand für allfällige weitere Verhandlungen mit der Ärzteschaft rund um ELGA genutzt. Verantwortungsvolle Standespolitik darf aber nicht auf dem Rücken der Patientinnen und Patienten gemacht werden", so Wehsely.

Wien wird in den kommenden Monaten und Jahren aktiv seinen Teil zur erfolgreichen ELGA-Umsetzung beitragen und hat bereits wichtige Vorleistungen erbracht. "Im Wiener Krankenanstaltenverbund sind bereits seit dem Jahr 2001 verbundweite Patientenauskünfte möglich. Diese werden laufend erweitert. Derzeit können Patientenbriefe, Laborbefunde, Röntgenbefunde, Pathologiebefunde sowie Spezialbefunde zB. zu Endoskopien eingesehen werden", erläutert Wehsely. So wurden seit 2001 über 196 Millionen Befunde und radiologische Bilder eingespielt. Innerhalb des KAV (inkl. AKH und Geriatriezentren) ist es möglich gegenseitige Einsicht auf Befunde zu tätigen.

apa.at

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