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APA-Artikel 3. Jänner 2014

Steirische Spitäler werden 2014 um 150 Mio. Euro aufgerüstet

Die Steirische Krankenanstalten Gesellschaft KAGes investiert heuer 150 Mio. Euro und ist damit größter Bauherr im Bundesland. Außerdem sieht man sich mit Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die 17.000 Beschäftigten auf dem Weg zum modernsten Spitalsträger, wie Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) und die KAGes-Vorstände Karlheinz Tscheliessningg und Ernst Fartek am Freitag sagten.

In Umsetzung befinden sich derzeit Projekte mit einem Gesamtvolumen von 702 Mio. Euro, mit 150 Mio. Euro wird heuer baulich und in Medizintechnik so viel wie noch nie investiert, so Fartek. Von den Bauvorhaben finden am LKH-Univ. Klinikum Graz der Chirurgie-Komplex (Gesamtkosten 250 Mio. Euro, 40 Prozent Beteiligung des Bundes), das Versorgungszentrum mit Tiefgarage (77 Mio. Euro) und der Neubau der Zahnklinik (33,5 Mio. Euro) statt. In der Landesnervenklinik Sigmund Freud in Graz wird die vom geschlossenen Standort Hörgas hierher verlegte Innere Medizin - ab Frühjahr 2015 - neu gebaut (24,5 Mio. Euro) sowie das A-Gebäude umgebaut und erweitert (29 Mio. Euro).

Das größte Projekt außerhalb von Graz ist jenes am LKH Leoben, wo in den kommenden zehn bis zwölf Jahren 255 Mio. Euro in Sanierungen sowie Um- und Neubauten fließen werden. Im LKH Bruck/Mur wird die Intensiveinheit verdoppelt (9 Mio. Euro), ein Zubau im LKH Fürstenfeld (9 Mio. Euro) und der Neubau des Landespflegezentrums in Mürzzuschlag (15,5 Mio. Euro) komplettieren das aktuelle Bauprogramm.

Vorstandsvorsitzender Tscheliessnigg führte Verbesserungen im Personalbereich aus, die unter dem Titel der Lebensphasenorientierung stehen. So soll es etwa durch Maßnahmen in der Aufgabenverteilung zur Entlastung der 4.800 Ärztinnen und Ärzte kommen und etwa das Wechseln von Infusionsflaschen ans Pflegepersonal überantwortet werden. Auch wird die Möglichkeit der Altersteilzeit eingeführt.

Landesrätin Edlinger-Ploder sprach von einer "neuen Arbeitsteilung in der Spitalslandschaft", die nun umgesetzt werde und neue Aufgabenverteilungen unter den KAGes-Häusern inkludiere. Zu weiteren Standortschließungen nach Mariazell und Hörgas-Enzenbach werde es mittelfristig nicht kommen, für die Zeit der Reinvestition nach 2020/30 stehe aber die Zusammenfassung der obersteirischen Standorte Bad Aussee, Schladming und Rottenmann zu einem Zentrum in der Mitte zur Debatte.

apa.at

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