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APA-Artikel 30. Dezember 2013

Stronach/Franz: Gesundheitsreform 2014 ist reine Symptombehandlung

Als reine "Symptombehandlung, die die Ursache des Übels außer Acht lässt", bezeichnet Team Stronach Gesundheitssprecher Abgeordneter Prim. Dr. Marcus Franz die von Gesundheitsminister Alois Stöger angekündigten Maßnahmen zur Reduzierung der Wartezeiten für Patienten. "Der SP-Minister will damit nur von der zahnlosen Gesundheitsreform 2014 ablenken, die die Probleme des Gesundheitssystems nicht einmal ansatzweise wird lösen können. Wir brauchen eine echte Strukturreform", betont der Team Stronach Gesundheitssprecher.

Die langen Wartezeiten egeben sich auch deshalb, weil zu wenige niedergelassene Ärzte ihre Ordinationen am Wochende aufsperren. Grund dafür sei die schlechte Honorierung, die ein ökonomisches Arbeiten unmöglich mache, so Franz. Zudem werde die Anstellung von Ärzten durch die Ärzte selbst durch Verwaltungsauflagen behindert, obwohl es genügend Mediziner gäbe, die in Teilzeit bzw. am Wochenende arbeiten würden. "Hier muss sich endlich etwas bewegen. Auch die Gründung von Gruppenpraxen muss erleichtert werden", fordert Franz und weist daraufhin, dass es Ärzten bislang nicht möglich ist, sich in einer GmbH zusammenzuschließen.

Das Team Stronach fordert eine Strukturreform im Bereich Gesundheit durch die Zusammenlegung der Krankenkassen, eine Aufwertung des niedergelassenen Bereichs vor allem in ländlichen Gebieten sowie eine angemessene Honorierung von Jungärzten. Gerade beim Ärztenachwuchs zeigen sich die Folgen des fehlerhaften Systems besonders drastisch mit unzumutbaren Dienstzeiten, Streichung von Überstunden und Frustration durch Überbelastung. Hier drohen uns Zustände wie in Deutschland, wo Jungärzte scharenweise ins Ausland abwandern", warnt Franz.

apa.at

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