zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 27. Dezember 2013

Gimborn: Wohnortnahe Versorgung bei Medizin und Pflege ist das Gebot der Stunde

Für die Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, die Ärztin Dr. Gabriele Von Gimborn, ist bei der Gesundheitspolitik für das kommende Jahr die wohnortnahe Versorgung bei Medizin und Pflege das Gebot der Stunde!

"Wir müssen den Bundeszielsteuerungsvertrag in Niederösterreich endlich ernst nehmen und mit dem Fokus auf den "Best Point of Service" im Sinne der Patientinnen und Patienten umsetzen", fordert Dr. Von Gimborn, und weiter: "Und darauf achten, dass dieser Best Point of Service bei vergleichbarer Qualität immer möglichst nahe am Patienten."

Einen guten Hinweis, wo sich die optimale Betreuungsebene bei der so genannten Primärversorgung befindet, liefert eine jüngst erschienene Umfrage der NÖ Ärztekammer, bei der 1.000 Patientinnen und Patienten in Bezug auf Ihre Vorstellungen befragt wurden. "Diese Umfrage", so Dr. Von Gimborn, "liefert sehr gute Hinweise, die eigentlich keiner genaueren Analyse mehr bedürfen. Das Ergebnis ist nämlich ganz klar und eindeutig! So benötigen und wünschen die Patientinnen und Patienten eine möglichst wohnortnahe Basisversorgung."

Nähe wichtiger als exotischen Öffnungszeiten

Gimborn kritisiert in diesem Zusammenhang das mangelnde Verständnis vieler Politiker: "Im Gegensatz zu vielen Politikern versteht die Bevölkerung auch, dass ein Allgemeinmediziner nicht rund um die Uhr offen haben kann. Laut dieser Umfrage ist den Menschen der Weg zum Arzt wichtiger als exotische Öffnungszeiten. Was man seitens der Bevölkerung jedoch offenbar nicht versteht, sind die unnötig langen Wege, die man etwa zu weit entlegenen Apotheken zurücklegen muss." Für Dr. Von Gimborn ist die Problematik dieser langen Wege und sonstigen Hürden mit der medizinischen Betreuung noch nicht ausdiskutiert. "Das Problem geht viel weiter, wenn wir etwa an die anstehenden Folgekosten im Bereich der Pflege denken." Für Dr. Von Gimborn ist es daher auch ganz klar, dass hier in Zukunft nur eingespart werden kann, wenn man dafür sorgt, dass ältere Menschen so lange wie möglich selbständig und selbstbestimmt in ihrem Zuhause verbringen können.

Wenn Gesetze menschenfeindliche Auswirkungen haben, dann müssen sie geändert werden

Je besser also die Versorgung vor Ort mit ärztlichen Leistungen oder Medikamenten oder auch mobilen Diensten ist, desto besser können auch ältere Mitbürger, die eben noch nicht hochgradig pflegebedürftig sind - und vor allem auch deren Angehörige - motiviert werden, so lange wie möglich im eigenen Zuhause zu leben. "Das bringt nicht nur Lebensqualität, sondern spart auch immens Geld", so Dr. Von Gimborn. Freilich braucht es dazu auch Gesetze, die eine wohnortnahe Versorgung fördern, doch derzeit scheint teilweise genau das Gegenteil der Fall zu sein. "Wenn Die Gesetzeslage dazu führt, dass Landarztpraxen nicht mehr besetzt werden können und öffentliche Apotheken auf Bergrücken errichtet werden, die niemals ein kranker Mensch erreichen kann, dann ist etwas faul im Staat. Dann müssen diese menschenfeindlichen Gesetze eben geändert werden!"

Mit den auszuarbeitenden Zielsteuerungsverträgen hat man es in der Hand, sich in Niederösterreich entsprechend der Vorgabe durch den Bundesvertrag am Best Point of Service zu orientieren. "Wir werden als Opposition die Verhandler in dieser Angelegenheit möglichst genau überwachen und im Sinne der Bevölkerung darauf aufmerksam machen, wo bestmöglichst und trotzdem, mit einer leistbaren Versorgung eingegriffen werden muss", meint Dr. Gabriele von Gimborn zum Abschluss.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben