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APA-Artikel 19. Dezember 2013

Team Stronach: Zwei-Klassen-Medizin für Kinder

Das Team Stronach will in Österreich den Bereich Kindergesundheit deutlich verbessert sehen. "Wir leben in einer Zwei-Klassen-Medizin, was die Kindergesundheit betrifft", sagte der Gesundheitssprecher der Partei, Marcus Franz, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Der Arzt, Primarius am Hartmannspital in Wien: "Wer sich's leisten kann, kann mit seinen Kindern zum Wahlarzt gehen. Wer sich's nicht leisten kann, muss zum Kassenarzt gehen oder geht in die Ambulanz."

Nicht korrekt informiert zeigte sich Franz, als er bei der Pressekonferenz behauptete, die Meningokokken-Impfung für Kinder sei in Österreich nach wie vor privat zu zahlen. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf APA-Anfrage: "Die Meningokokken-Impfung ist seit 2012 Teil des kostenlosen Kinder-Impfprogramms." Ein Sprecher des Team Stronach bestätigte das schließlich. Die Impfung sei aber nur in einer gewissen Altersgruppe gratis.

Franz listete schließlich weitere Defizite auf, die seiner Meinung nach bestehen: "Es gibt fehlende Therapieplätze für chronisch kranke Kinder." Die betroffenen Familien seien mehrfach belastet. Es müsse zu einer Verlängerung des gesetzlichen Pflegeurlaubs für Betreuende in diesen Familien kommen.

Und schließlich: "Es gibt am Wochenende fast keine Kinderärzte. Der einfache Grund dafür ist, dass das nicht finanziert wird." Man könne nicht verlangen, dass die Kinderärzte, die in Österreich zu den am schlechtesten honorieren Fachärzten gehörten, am Wochenende zu den gleichen Honoraren arbeiteten wie unter der Woche.

Der Gesundheitssprecher des Team Stronach forderte die Einrichtung einer Task Force, die mit Vertretern von Gesundheitsministerium, Hauptverband der Sozialversicherungsträger, Krankenkassen, Ärztekammer etc. Diese Task Force sollte für Verbesserungen sorgen.

Die geschäftsführende Klubobfrau des Team Stronach im Parlament, Waltraud Dietrich, kündigte in diesem Zusammenhang ein Aktionsprogramm ihrer Partei und zahlreiche Anträge an. Das Regierungsprogramm lasse keine Fortschritte bei der Kindergesundheit in den kommenden Jahren absehbar erscheinen.

apa.at

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