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APA-Artikel 19. Dezember 2013

Grazer LKH-Uniklinikum will OP-Management und Sicherheit verbessern

Am LKH-Universitätsklinikum, das zuletzt wegen einer folgenschweren Spritzenverwechslung in die Schlagzeilen geraten war, will man im kommenden Jahr die Verbesserung der Patientensicherheit und eine optimale Auslastung der OP-Säle vorantreiben, hieß es am Donnerstag vonseiten der Spitalsleitung. Im zu Ende gehenden Jahr wurden rund 504.000 Patienten ambulant und stationär versorgt.

Die Behandlungsqualitäts- und das Risikomanagement am Universitätsklinikum befänden sich bereits auf einem hohen Niveau und würden laufend verbessert, man bemühe sich "intensivst", weitere Verbesserungspotenziale zu identifizieren und "noch mehr Sicherheitsbarrieren" einzurichten, schilderte der ärztliche Direktor Gernot Brunner im Jahresrückblick am Donnerstag. Im Bezug auf die jüngste Spritzenverwechslung hielt Brunner fest: "Mit so einem Fehler hat vorher niemand gerechnet. Wäre das Risiko bekannt gewesen, hätten wir natürlich was dagegen unternommen".

Nachdem in den vergangenen Jahren mehr als 100 Risikomanager in allen Organisationseinheiten ausgebildet worden seien, die laufend Risikominimierungsvorschläge einbringen würden, habe man im September zusätzlich ein anonymes Meldesystem für Beinahe-Fehler eingeführt, so Brunner. Seither sind rund 50 Meldungen eingegangen, wöchentlich seien es zwei bis drei, die alle laufend "abgearbeitet" würden.

Deutliche Verbesserungen für Patienten soll 2014 auch ein neues OP-Management bringen: Ziel sei die optimale Auslastung der OP-Säle und OP-Mannschaften. "Wir wollen Wartezeiten auf die Operation abbauen und die Zahl der verschobenen Operationen um 15 Prozent senken", erläuterte Brunner. Möglich werden soll dieses Vorhaben mithilfe einer neuen Reportingplattform (OCTOPUS) das die nötigen Kennzahlen liefere, um die OP-Ressourcen besser zu nutzen.

Im zu Ende gehenden Jahr wurden am LKH-Universitätsklinikum Graz rund 416.000 Patienten ambulant und 88.500 stationär behandelt, schilderte Betriebsdirektor Gebhard Falzberger. 100 Prozent der Organtransplantationen und Herz-Operationen sowie Strahlentherapien innerhalb der steiermärkischen Landeskrankenanstaltengesellschaft (KAGes) finden am Grazer LKH-Uniklinikum statt. Der durchschnittliche Patient verbringt fünf Nächte stationär. Für die rund 40.000 chirurgischen Patienten jährlich wurde nach langen Verhandlungen im Sommer die Erweiterung und anschließende Generalsanierung des bestehenden Chirurgie-Hochhauses in Angriff genommen, die Fertigstellung ist für 2022 vorgesehen.

apa.at

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