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APA-Artikel 18. Dezember 2013

Patientenanwalt macht Stimmung gegen Patienteninteressen

Mit vollkommenem Unverständnis reagiert Dr. Christoph Reisner, MSc, Präsident der NÖ Ärztekammer, auf die Aussagen von Patientenanwalt Dr. Gerald Bachinger, wonach Angstmache, Säbelrasseln und Feilschen um mehr Geld der Antrieb für die Radiologen wäre, ihre eigenen Interessen gegen die Interessen der Patientinnen und Patienten durchzusetzen: "Gerade das Gegenteil ist der Fall. Die Radiologen setzen sich lediglich dafür ein, damit die Patienten das bekommen, was ihnen zusteht, und zwar über einen fairen Vertrag mit der Sozialversicherung: Medizinisch notwendige Untersuchungen, die zuvor von den Chefärzten der Krankenkassen bereits als notwendig erachtet und auch bewilligt wurden. Aber wenn zwei Parteien einen Vertrag haben und für einen der beiden passt der Vertrag nicht mehr, dann wird man immer versuchen sich zu einigen. Und wenn man sich nicht einigen kann, dann muss man eben den Vertrag auflösen", fasst Dr. Reisner die Situation zusammen.

Nach den geltenden Gesetzen ist ausschließlich die Politik und nicht die Ärzteschaft dafür verantwortlich, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Auch wenn der Patientenanwalt die Ärzteschaft gerne zu Schuldigen macht. "Versorgungssicherheit liegt dann vor, wenn ordentliche Vertragsbedingungen herrschen. Und wenn die Rahmenbedingungen für alle Beteiligten stimmen, die von der Politik vorgegeben werden." Es ist zu einfach zu sagen, den Ärztinnen und Ärzten würde es nur ums Geld gehen. Präsident Dr. Reisner: "Die Politik soll endlich ihre Aufgaben erfüllen, damit wir unsere Patientinnen und Patienten ordentlich behandeln können. Und nicht die Rationierungsschraube immer weiter drehen und uns Ärztinnen und Ärzte zu Erfüllungsgehilfen einer unzureichenden Gesundheitspolitik machen."

apa.at

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