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APA-Artikel 18. Dezember 2013

Sterbehilfe-Verbot: Katholische Aktion unterstützt Regierung

Die Katholische Aktion Österreichs (KAÖ) unterstützt das Vorhaben der neuen Bundesregierung, das geltende Verbot der aktiven Sterbehilfe und das "Grundrecht auf ein Sterben in Würde" in der Verfassung zu verankern. Laut dem Koalitionsübereinkommen soll gleichzeitig der Zugang zu Palliativmedizin und Sterbebegleitung sichergestellt werden. "Die Umsetzung dieser Pläne wäre ein entscheidender Schritt zur Absicherung der Menschenwürde und der Rechte unheilbar Kranker und Sterbender in Österreich", betonte KAÖ-Präsidentin Gerda Schaffelhofer am Mittwoch in einer Stellungnahme. Ein derartiger Schritt wäre zudem ein deutliches Signal an jene europäischen Länder, "die den aus unserer Sicht eindeutig falschen Weg einer Zulassung von Töten auf Verlangen eingeschlagen haben".

Österreich habe sich bereits bisher mit seinem Festhalten am Euthanasie-Verbot und dem Ausbau der Sterbebegleitung und des Hospizwesens erfolgreich einer Aufweichung der Würde des Menschen am Ende seines Lebens widersetzt. Schaffelhofer verwies darauf, dass dieser Weg wesentlich von engagierten Christinnen und Christen getragen sei, dem sich aber auch viele Menschen anderen Glaubens oder anderer Weltanschauung aus Überzeugung angeschlossen haben. Die KAÖ sei daher erfreut, dass die neue Regierung eine parlamentarische Enquete-Kommission sowie die Bioethik-Kommission beauftragt, sich mit der Möglichkeit einer verfassungsrechtlichen Festschreibung des Verbots der Tötung auf Verlangen zu befassen, so Schaffelhofer.

Zu anderen Punkten des Koalitionsabkommens zwischen SPÖ und ÖVP erklärte Schaffelhofer, sie verfolge mit gewissem Unbehagen die pauschale Kritik, die von mancher Seite am Regierungsprogramm geübt werde. Auch die KAÖ hätte sich in manchen Bereichen ehrgeizigere Ziele und konkretere Reformvorgaben gewünscht, etwa im Blick auf die Generationengerechtigkeit. Dennoch gebe es im Detail viele begrüßenswerte Vorhaben und Ansätze. Entscheidend sei ohnehin nicht die zu Papier gebrachte Absicht, sondern die tatsächliche politische Umsetzung.

apa.at

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