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APA-Artikel 17. Dezember 2013

Wieder Ärzte-Personalkrach 2 - Wiener Ärztekammer solidarisch

Der Präsident der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeres, selbst ehemals Betriebsrat an der MedUni Wien, unterstützte am Dienstag die Aktionen seiner Kollegen: "Die Wiener Ärztekammer ist vollkommen solidarisch mit den Ärzten der Universitätskliniken im Wiener AKH. Wir unterstützen sie."

Dienstagmittag war zu einer großen Betriebsversammlung ins Hörsaalzentrum geladen worden. Dort wurde einstimmig eine Protestresolution mit Unterschriftenliste beschlossen. Darin heißt es unter anderem: "Wir Ärztinnen und Ärzte der Medizinischen Universität Wien sind essenzielle Leistungsträger dieser Universität. (...) Das medizinische Leistungsangebot wurde und wird durch die stetige Weiterentwicklung der Medizin für eine noch bessere Versorgung der Bevölkerung laufend erweitert (was wir auch sehr begrüßen), die Patientenzahlen steigen und der von uns geleistete wissenschaftliche Output hat in den letzten Jahren eine rasante Aufwärtsentwicklung erlebt. All dies haben wir ohne Aufstockung der Ressourcen, insbesondere ohne mehr Personal geschafft. Ganz im Gegenteil, wir haben dies geschafft, obwohl uns bereits in der Vergangenheit Ressourcen entzogen worden sind und noch viel öfter der Versuch gewagt wurde uns 'gesund' zu sparen."

Nun sei ein Punkt erreicht, an dem es nicht mehr so weitergehe: "Wir können diesen Dauerzustand der Bedrohung, wieder und wieder mit chaotischen und nicht durchdachten Plänen weiterer Personaleinsparungen und Journaldienst-Reduktionen konfrontiert zu werden (selbstverständlich auch und insbesondere im Sinne der uns überantworteten Patienten) nicht mehr ertragen (...)."

Man fordere daher:

- Eine sofortige Rücknahme aller aktuell geplanten oder bereits veranlassten Journaldienstreduktionen.

- Eine umgehende Aufstockung des Personals laut der geltenden Betriebsvereinbarung "ohne Zuhilfenahme von Tauschgeschäften".

- Eine klar Zusicherung, bei unverändertem medizinischen Leistungsangebot keine weiteren Einsparungsmaßnahmen bei Personal und Journaldiensten vorzunehmen.

Die Resolution weiter: "... ständige Bedrohungsszenarien werden die Motivation der überdurchschnittlich engagierten Mitarbeiter weiter in Mitleidenschaft ziehen, die Attraktivität der MedUni Wien als Dienstgeber für Ärztinnen und Ärzte liegt bereits jetzt auf einem historischen Tiefstand."

apa.at

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