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APA-Artikel 17. Dezember 2013

Niederländischer Skandalarzt Jansen fühlt keine Schuld

Der angeklagte niederländische Skandalarzt Ernst Jansen hat sein Fehldiagnosen bedauert, aber jegliche Schuld zurück gewiesen. "Das Stellen einer falschen Diagnose gehört zum Arztberuf", sagte der Neurologe am Dienstag vor dem Strafgericht in Almelo. Der 68-Jährige, der auch an mehreren deutschen Kliniken gearbeitet hatte, soll bei Dutzenden Patienten nicht zutreffende Diagnosen wie Alzheimer und Multiple Sklerose gestellt haben. Eine Ex-Patientin hatte nach der Alzheimer-Diagnose Selbstmord begangen.

"Ich spreche heute in tiefer Scham", sagte Jansen am letzten Tag in dem bisher größten medizinischen Strafprozess der Niederlande. Er empfinde tiefes Mitgefühl mit den betroffenen Patienten. Er bedauerte, dass er nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus in Enschede 2003 bis Anfang 2013 in Deutschland, darunter in Worms und Heilbronn, gearbeitet hatte. "Im Nachhinein war das nicht klug, aber Neurologie war mein Leben".

Dem Arzt werden auch Diebstahl, Veruntreuung und Urkundenfälschung zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Gefängnis gefordert. Das Urteil soll am 11. Februar gesprochen werden.

apa.at

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