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APA-Artikel 16. Dezember 2013

ÖH MedUni Innsbruck: Eigenständigkeit von Wissenschaft und Forschung muss erhalten bleiben

Die Nachricht über die Integration der Wissenschafts- und Forschungsagenden in das Wirtschaftsministerium erschüttert uns als ÖH-Vorsitzteam an der Medizinischen Universität Innsbruck. "Dieses Vorgehen zeigt unmissverständlich, welchen geringen Stellenwert Wissenschaft und Forschung in der Regierung genießen und ist ein schlechtes Zeichen für die Zukunft", ärgert sich der 2. stellvertretende Vorsitzende Florian Schlader (IMU).

"Bei jeder Gelegenheit wird von den Parteien die Wichtigkeit des Nachwuchses in der Wissenschaft hervorgehoben. Gleich zu Beginn löst die neue Regierung das eigenständige Wissenschaftsministerium auf, um es zum Appendix des Wirtschaftsresorts herabzustufen. Wie soll man sich dabei als Studierender noch ernst genommen fühlen?", führt der 1. stellvertretende Vorsitzende Alexander Röhrl (IMU) weiter aus.

Wir befürchten, dass in der Diskussion um die Quotenregelung der Studienplatzvergabe an den Medizinischen Universitäten und der Ausbildung von MedizinerInnen weiterhin kein Ende absehbar ist. Im Vergleich zum umliegenden, deutschsprachigen Ausland ist dies ein nicht zu unterschätzender Nachteil für den Gesundheitsstandort Österreich. "Zeitnahe Lösungen sollten im Interesse Österreichs gefunden werden, denn bereits jetzt zeichnen sich ernstzunehmende Probleme in der ärztlichen Versorgung ab", ergänzt Röhrl.

Wir, als HochschülerInnenschaft an der Medizinischen Universität Innsbruck, sprechen uns hiermit gegen die Verlagerung der Universitätsagenden in das Wirtschaftsministerium aus. Diese enorm kurzsichtige Handlung der neuen Regierung ist ein Beweis für die Geringschätzung der Wissenschaft und des österreichischen tertiären Bildungssektors. Es muss ein freier Diskurs zwischen Hochschul- und Wirtschaftsinteressen gewährleistet sein und diese dürfen einander auf keinen Fall untergeordnet werden.

apa.at

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