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APA-Artikel 16. Dezember 2013

Organspende-Prozess: Angeklagter Arzt kommt auf freien Fuß

Der angeklagte Arzt im Prozess um Spenderorgane wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Landgericht Göttingen hielt den Haftbefehl zwar aufrecht, setzte ihn am Montag aber gegen Auflagen außer Vollzug. Unter anderem muss der angeklagte frühere Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin eine halbe Million Euro Kaution stellen. Der Mediziner sitzt seit Januar in Untersuchungshaft.

Er ist seit August angeklagt, weil er seinen Patienten durch falsche Angaben vorzeitig zu Spenderlebern verholfen haben soll. Außerdem soll er drei Patienten Lebern ohne medizinische Notwendigkeit übertragen haben. Die Staatsanwaltschaft wertet dies als Körperverletzung mit Todesfolge. In zwei dieser drei Fälle kann dem Arzt nach Ansicht des Gerichts kein strafrechtlich relevanter Vorwurf gemacht werden. Im dritten Fall komme kein Vorsatz, sondern Fahrlässigkeit in Betracht. Das Gericht hält eine Verurteilung nach dem derzeitigen Stand der Beweisaufnahme für möglich. Der Organspende-Skandal im niedersächsischen Göttingen war 2012 bekanntgeworden.

apa.at

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