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APA-Artikel 16. Dezember 2013

ÖGKV begrüßt die Eckpunkte des Regierungsprogramms zum Gesundheitsbereich

Viele Punkte des Gesundheits- und Sozialwesens des im nun mehr vorliegenden Regierungsprogramms liegen seit Jahren auf dem Tisch.

Positiv ist das Bekenntnis zur Umsetzung der Gesundheitsreform für alle Menschen flächendeckend, Wohnort nahe, unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen, Herkunft und Gesundheitszustand, Gesundheitsleistungen über das Jahr 2016 hinaus zur Verfügung stellen zu wollen.

Dieses Ziel entspricht auch dem Prinzip "Health in all policies", nach welchem die Rahmengesundheitsziele Österreich erarbeitet wurden.

Bei den konkreteren Punkten, wie etwa der Umsetzung von integrierten Versorgungsprogrammen für häufige chronische Erkrankungen, oder der bis Ende 2014 geplanten Erstellung einer Demenzstrategie, ist die Einbindung aller Gesundheitsberufe, jedoch unbedingt der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe, zwingend erforderlich.

Als Kernstück der Gesundheitsreform sind ambulante Versorgungsformen und die Wohnort nahe primäre Versorgung geplant. Will man für diese Bereiche nachhaltige Strukturen aufbauen, so sind auch diese Konzepte multidisziplinär - also mit Beteiligung aller Gesundheitsdienstleister - zu entwickeln. Künftige Versorgungssysteme brauchen Handlungskompetente Pflegefachpersonen.

"Gesundheits- und Krankenpflegeberufe haben eine zentrale Rolle in den Versorgungssystemen und ihre Kompetenzen werden künftig vermehrt gebraucht werden.

Daher ist das angestrebte Ziel, die Ausbildungen für Pflegefachberufe an die Versorgungserfordernisse anzupassen, sowie Handlungsfelder der Gesundheitsberufe insgesamt in der Praxis besser nutzbar zu machen, unbedingt notwendig" meint Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes (ÖGKV).

Unter anderem ist die Verordnung von Pflegehilfsmittel für Pflegebedürftige künftig durch den Gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege zu ermöglichen.

Ein weiterer Bereich ist die Nutzung der Fachkompetenz der Gesundheits- und Krankenpflege im Rahmen der Schulgesundheit und im Rahmen der arbeitsmedizinischen Angebote von Betrieben. Ob die neue Bundesregierung einige sehr wichtige Themen auch zur Umsetzung bringen wird, ist vom tatsächlichen Reformwillen der Verantwortlichen abhängig.

apa.at

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