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APA-Artikel 16. Dezember 2013

Gesundheit geht vor

Die Pharmig begrüßt die Beibehaltung des Gesundheitsministeriums als eigenständiges Ressort. Dazu Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig: "Um die Gesundheitsreform weiter voranzutreiben, sind die im Ministerium gebündelten Ressourcen und Kompetenzen schlichtweg eine Notwendigkeit. Darüber hinaus ist die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher zu wichtig, um sie einem anderen Ressort zu- oder unterzuordnen."

Es habe Jahre gedauert, bis sich Bund, Länder und Sozialversicherung auf eine Reform des Gesundheitswesens geeinigt hätten, unter federführender Leitung des Gesundheitsministeriums. "Es wäre mit Sicherheit das falsche Signal gewesen, die Eigenständigkeit des Ressorts einer vermeintlichen Kosteneinsparung zu opfern", so Huber. Nach dem Abschluss der Landeszielsteuerungsverträge müssen nun konkrete Maßnahmen folgen, um die Reform vom Papier zu lösen und die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems auch in Zukunft zu garantieren.

Handlungsmaxime ist dem Gesetz entsprechend das Konzept des "Best Point of Service", das eine Behandlung entlang allenfalls vorhandener Gesundheitsinfrastruktur intendiert. Huber fände es passender, wenn das Konzept primär an der Behandlungsnotwendigkeit des einzelnen Patienten, also dem "Best Point of Care", ausgerichtet wird. Dies stünde vielmehr für eine sinnvolle Abwägung von Behandlungsoptionen, -notwendigkeiten und -kosten mit dem klaren Fokus auf den Patientennutzen. Das Augenmerk sollte dabei aber immer auf der Gesundheit und den Bedürfnissen der Betroffenen liegen und nicht darauf, wie möglichst viele Einsparungen erzielt werden können.

In den kommenden Jahren müssten nun entscheidende Weichenstellungen für die Ausgestaltung des Gesundheitswesens erfolgen. Zentrales Handlungsfeld müsse, so Huber, die Prävention und Früherkennung von Krankheiten sein. Tendenzen, hier auf Kosten der Patienten zu sparen, erteilte Huber eine klare Absage.

apa.at

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