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APA-Artikel 16. Dezember 2013

NÖGKK: Einigung über Tarifverträge mit

Die neuen Tarifverträge sind unter Dach und Fach. Die Einigung zwischen der NÖ Gebietskrankenkasse und Vertretern der Rettungsorganisationen sichert Patientinnen und Patienten in Niederösterreich Krankentransporte in der gewohnten Form und Qualität. "Ich bin hoch erfreut, dass wir mit unseren Verhandlungspartnern - dem Roten Kreuz und dem Arbeitersamariterbund - eine Einigung erzielen konnten, die für alle Seiten tragbar ist", freut sich der Obmann der NÖGKK, KR Gerhard Hutter.

Ausgang für die neuen Verhandlungen war die Kündigung des Vertrages durch die Rettungsdienste mit 31. Dezember dieses Jahres. "Die Zeit der Verunsicherung ist vorbei. Es bleibt alles beim Alten, und zu Neujahr wird es zu keinen Problemen kommen", erklärt Hutter. "Für die Patientinnen und Patienten ändert sich mit der neuen Vereinbarung nichts. Die Rettungsorganisationen erhalten aber für ihre wertvolle Arbeit künftig mehr Geld. Gleichzeitig gehen natürlich wir mit unseren finanziellen Ressourcen, mit den Versichertengeldern sorgsam um."

25,3 Millionen Euro Jahrespauschale für 2014

Die NÖGKK zahlt Rotem Kreuz und Arbeitersamariterbund für das Jahr 2014 eine Jahrespauschale von 25,3 Mio. Euro. Würden entgegen den langjährigen Erwartungen die tatsächlich durchgeführten Transporte diesen Fixbetrag übersteigen, würden diese Mehrtransporte mit jeweils 80 Prozent des bestehenden Tarifs zusätzlich zur Pauschale honoriert. Der Vertrag sieht dabei ein weiteres maximales Plus von mehr als 800.000 Euro vor.

Damit beschreitet die NÖGKK gemeinsam mit den Rettungsorganisationen einen neuen Weg, der in dieser Form bis dato in keinem anderen Bundesland ausprobiert wurde: Durch das innovative Bezahlungssystem erhöht sich die Kalkulierbarkeit und damit Sicherheit für die Organisationen, weil die Einkünfte nicht nur von der Anzahl der Fahrten abhängig sind.

Vertrag zum Wohle von Patienten und Rettern

"Unsere Vertragspartner, die mit vielen freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtige Arbeit für Niederösterreich leisten, erhalten eine deutlich höhere Pauschale für ihre wertvollen Dienstleistungen und können das Geschäftsjahr sicher planen. Unsere Einigung sichert damit die Krankentransporte im ganzen Bundesland", sagt Hutter. "Es handelt sich um einen wichtigen Kompromiss für unser Land. Damit ist allen geholfen: Nicht zuletzt den Patientinnen und Patienten, die diese Dienste dringend brauchen! Die Interessen unserer Versicherten und ihrer anspruchsberechtigten Angehörigen müssen wir als Krankenversicherungsträger immer im Auge haben." Allerdings ist die Krankenkasse nicht der alleinige Zahler im Rettungswesen, ganz im Gegenteil: Die gesetzliche Zuständigkeit liegt beim Land und den Gemeinden. NÖGKK-Generaldirektor Mag. Jan Pazourek: "Mit diesem Abschluss haben wir einen großen Schritt auf die Organisationen zu gemacht, als Sozialversicherung tragen wir damit mehr als 60 Prozent der Gesamtkosten. Wir würden es begrüßen, wenn sich die anderen Finanzierungspartner unserem Engagement anschließen."

apa.at

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