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APA-Artikel 16. Dezember 2013

Krebs: Bemühungen 2 - Gesetz soll extramuralen Bereich einbeziehen

Der Problematik der mangelhaften Meldungen sind sich offenbar alle Fachleute bewusst. Aus der Statistik Austria heißt es dazu: "Wir arbeiten seit 2001 an einem neuen Krebsstatistikgesetz für Österreich. Es soll weiterhin eine Meldepflicht für alle invasiven und bösartigen in situ-Tumoren bei der österreichischen Wohnbevölkerung geben."

"Da viele Melanome einfach nicht mehr im Spital behandelt werden müssen, für das die Meldepflicht bisher galt, soll diese in bestimmten Fällen auch auf den niedergelassenen Bereich ausgeweitet werden." Auch im Gesundheitsministerium hofft man auf eine Umsetzung des Projektes und verweist auf weitere Entwicklungen im österreichischen Gesundheitssystem. Magdalena Arrouas aus dem Ressort: "Das neue Krebsstatistikgesetz neben anderen Verbesserungen auch die niedergelassene Praxis einbeziehen. Wir sind auf diesem Gebiet an sich derzeit gut unterwegs. Mit der nunmehr auch im ambulanten Bereich vorgeschriebenen Dokumentationspflicht werden wir zunehmend valide Daten bekommen. Bisher musste man Rückschlüsse für Planungsgrundlagen oft von Behandlungs- und Medikamenten-Verbrauchszahlen ziehen." In einigen Jahren sollten damit auch im ambulanten Sektor die Verbesserungen bei der Sammlung und Verfügbarkeit von Gesundheitsdaten sichtbar werden.

Gleichzeitig läuft in Österreich derzeit ein von EU in ganz Europa gleichartig durchzuführender "Health Interview Survey", bei dem in der Bevölkerung der subjektiv eingeschätzte Gesundheitszustand, die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen etc. erhoben werden. Auch diese Daten leisten einen wichtigen Beitrag zur gesamten Datenlage. Die Ergebnisse dieser österreichweiten Erhebung, die gemeinsam von Bund und Ländern finanziert wird, werden Ende 2014 vorliegen und 2015 publiziert werden.

apa.at

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