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APA-Artikel 10. Dezember 2013

Weltweit kleinster Herzschrittmacher in Linz erstmals transplantiert

Der nach Spitalsangaben bisher kleinste Herzschrittmacher ist im AKh Linz weltweit erstmals transplantiert worden. Vier Patienten wurde das sondenlose Gerät "Micra" des US-Entwicklers Medtronic, das kaum größer als eine Ein-Euro-Münze ist, eingesetzt. Primar Clemens Steinwender sprach in einer Pressekonferenz am Dienstag von einem "ersten Schritt einer Revolution in der Schrittmachertechnologie".

Herkömmliche Geräte seien relativ groß und mit mindestens einer Sonde ausgestattet, so Steinwender. Sie müssen in einem chirurgischen Eingriff implantiert werden und können sich theoretisch entzünden oder von Keimen befallen werden. Für das Einsetzen des neuartigen Schrittmachers benötigt man keinen Schnitt mehr und viel weniger Zeit. "Der Patient kann sehr bald mobilisiert werden", erklärte der Primar. Im Idealfall dürfe man am Tag danach das Krankenhaus verlassen.

Im Jänner soll das AKh drei bis vier weitere "Micra"-Geräte erhalten, auch in Amsterdam soll es dann erstmals eingesetzt werden. Steinwender geht davon aus, dass in ein bis zwei Jahren 20 Prozent aller herkömmlichen Schrittmacher - also jene, die mit einer Sonde auskommen - durch die Innovation ersetzt werden. "Wir haben weltweit ganz ordentlich Wellen geschlagen", freut er sich, dass Medtronic das Linzer Spital aus mehreren hundert Zentren ausgewählt hat. Jeder zweite Schrittmacher, Defibrillator und Stent stamme von dem Unternehmen mit der Zentrale in Fridley (Minnesota), das rund 40.000 Mitarbeiter beschäftigt.

apa.at

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