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APA-Artikel 10. Dezember 2013

Tarifkonflikt: Spitäler können Röntgeninstitute nicht ersetzen

Die Spitäler könnten die privaten Röntgeninstitute nicht ersetzen und den durch einen vertragslosen Zustand hervorgerufenen Patientenstrom auffangen. Dies erklärte der Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und Bundesobmann der Spitalsärzte, Harald Mayer, Dienstag in einer Presseaussendung zum aktuellen Tarifkonflikt zwischen Krankenkassen und radiologischen Instituten. "Der anhaltenden Spekulation der Krankenkassen, eigene Unzulänglichkeiten auf Kosten der Spitalsärztinnen und Spitalsärzte in den Griff zu bekommen, muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden."

Es sei "eine an Eigensinn schwer übertreffbare Zumutung" der Sozialversicherungen, die Lösung eklatanter Versäumnisse im eigenen Bereich auf andere abzuschieben. Mayer: "Diese Methode kennen wir Spitalsärztinnen und Spitalsärzte zu unserem Leidwesen bestens. Da die Krankenkassen bis heute nicht für ein ausreichendes medizinisches Leistungsangebot in Wohnortnähe sorgen können, sind die Spitalsambulanzen überlaufen und die Spitalsärzte überlastet. Jetzt sollen die radiologischen Abteilungen der Krankenhäuser offensichtlich als Lückenbüßer dienen, da die Krankenkassen keine zeitgemäße Versorgung im Bereiche der CT- und MRT-Untersuchungen sicherstellen wollen", sagte Mayer.

Die Argumente der Krankenkassen, man müsse die modernen Möglichkeiten der bildgebenden Verfahren rationieren, hält Mayer für ein Zeichen "des politisch ausgegebenen Sparkurses, der unweigerlich zu Leistungskürzungen" führe. Solche Tendenzen sollten auf "höchste gesellschaftliche Wachsamkeit" stoßen. Sie seien der Anfang zu einer "fortgesetzten Demontage unseres guten sozialen Gesundheitssystems", so Mayer abschließend.

apa.at

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